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[Update] Scanner an der Fritzbox: Direkt auf ein Netzlaufwerk scannen

Vor ein paar Tagen hatte ich schon geschrieben, wie man mit Hilfe von Freetz einen Scanner an der Fritzbox als Netzwerkscanner nutzen kann. Der Nachteil dieser Lösung ist, dass man immer zum Scanner laufen muss, um ein neues Dokument einzulegen – besser wäre es, wenn man einfach eine Taste am Scanner drückt und das Dokument automatisch auf einem Netzlaufwerk gespeichert wird. Nach einigem Suchen und durchschauen der Paketliste für Freetz habe ich nun eine Lösung am laufen, welche vielleicht nicht die optimale ist, aber durchaus gut funktioniert =)

Hier mal die Kurzfassung:

  1. neues Freetz Image erstellen mit den SANE-, Druckertreiber- und Callmonitorpaketen
  2. kleines Shellscript erstellen, welches ein Dokument scannt und an einer bestimmten Stelle speichert
  3. Callmonitor einrichten und bei einem bestimmten Anrufszenario das Shellscript ausführen

Und nun das Ganze etwas ausführlicher:

Freetz Image erstellen

Wichtig ist wieder, dass man die Entwicklerversion verwendet, weil nur in dieser das SANE Paket enthalten ist. Folgende Pakete sollten ausgewählt werden:

  • SANE (inkl. scanimage)
  • Callmonitor
  • evntl. noch nano (wenn man nicht vi als Texteditor benutzen möchte)

Danach das Image mit make bauen und auf der Fritzbox einspielen.

Shellscript erstellen

Mit dem Befehl scanimage kann man den Scanner anweisen ein Dokument zu drucken. Der Befehl bietet einige Parameter, die es sich lohnt mal anzusehen. Um z.B. ein Dokument in Gray und einer Auflösung von 100dpi zu scannen gibt man gibt man folgenden Befehl ein:

scanimage --mode Gray --resolution 100 > doc.pnm

In meinem Setup habe ich neben dem Scanner noch einen USB Stick an der Fritzbox angeschlossen, auf welchem die Dokumente gespeichert werden sollen. Im Webinterface von AVM sollte man kontrollieren, ob der USB Speicher auch eingebunden wurde:

Speicher NAS
Nachdem man sich via telnet fritz.box mit der Fritzbox verbunden hat, findet man den USB Stick unter /var/media/ftp/NAME_DES_USB_STICKS. Nun brauchen wir nur noch ein kleines Script, welches automatisch ein Dokument scannt und auf dem USB Stick mit einem eindeutigen Namen ablegt. Ich verwende dazu dieses:

#!/bin/sh
datum=`date +%Y-%m-%d_%H-%M-%S`
scanimage --mode Gray --resolution 100 > /var/media/ftp/NAME_DES_USB_STICKS/scan-$datum.pnm

Jeder Scan bekommt also noch Datum und Uhrzeit mit in den Dateinamen. Dieses kleine Shellscript kann man z.B. unter /var/flash/scanDoc speichern. Mit

sh /var/flash/scanDoc

kann man noch testen, ob das Script auch so funktioniert, wie man es möchte.

Callmonitor konfigurieren

Mit dem Callmonitor kann man auf eingehende und ausgehende Anrufe reagieren (z.B. ein Email verschicken, wenn man einen Anruf verpasst hat). Das wollen wir für unseren Zweck „Missbrauchen“ und bei einem bestimmten Anruf an eine bestimmte Nummer den Scanvorgang auslösen. Dazu öffnet man das Freetz-Webinterface (http://fritz.box:81) und wählt Callmonitor→Listeners im Menu rechts aus. Damit man in das Textfeld auch was schreiben kann, muss zuerst die Sicherheitsstufe der Freetzinstallation geändert werden. Dazu verbindet man sich wieder vie TELNET mit der Box und gibt folgendes ein:

echo 1 > /tmp/flash/mod/security

Nun kann man die Listeners bearbeiten. Wie man diese genau konfigurieren kann, steht im Wiki von Freetz. In meinem Fall reagiere ich auf das Ereignis, wenn ich von meiner 1und1 VOIP Nummer auf meine Telekom-Festnetznummer anrufe. Der Eintrag sieht dann folgendermaßen aus:

in:cancel  012345678$  ^987654321$  sh /var/flash/scanDoc

Wenn ich nun „mich selbst“ anrufe, kommt natürlich ein Besetztzeichen und der Anruf wird abgebrochen, was dazu führt, dass das Shellscript ausgeführt wird und der Scan auf dem USB Stick gespeichert wird. Auf die gescannten Dokumente kann man nun via FTP oder Windows-Freigabe der Fritzbox zugreifen. Die Dateien liegen alle im *.pnm Format vor, welches man später noch in PDF oder ähnliches umwandeln kann.

Fazit

Auch wenn diese Lösung ein wenig Bastelarbeit erfordert, ist es doch eine gute Möglichkeit, um ohne eingeschalteten PC mal schnell einen Brief oder ein anderes Dokument zu scannen. Ich würde mich freuen, wenn jemand noch einen Tipp hat, wie man den Listener noch einfacher gestalten könnte, sodass es z.B. ausreicht nur die 4444 zu wählen, um ein Dokument zu scannen. Update: Folgender Listener führt zum Erfolg:

out:request  ^  ^4444$  sh /var/flash/scanDoc

Und schon wieder ist es März…

Das neue Jahr hat schon längst begonnen und der Frühling macht sich langsam aber sicher auf den Weg. Auch wenn ich den Winter sehr genossen habe, freue ich mich dennoch sehr auf die neue Jahreszeit, denn es stehen wieder einige interessante Projekte vor meinem geistigen Auge.

Seit letzten Oktober bin ich Besitzer eines Palm Pre und ich muss sagen, dass ich selten so zufrieden gewesen bin mit einem Handy/Smartphone wie mit diesem. Natürlich ist es teilweise noch etwas langsam und hier und da stören mich einige Dinge (sehr), aber im Großen und Ganzem bin ich happy mit diesem Gerät. Auch von der softwareseite her finde ich es spannend welchen Weg Palm geht – ein Betriebssystem ganz auf Basis von JavaScript/CSS/HTML5 ist schon sehr visionär, gerade weil die Entwicklung des Webs und auch der Apps in diese Richtung gehen wird. Ich meine, JavaScript ist die Sprache, welche derzeit immer stärker auf sämtlichen Websites eingesetzt wird und nirgendwo mehr wird Geld investiert als in die Verbesserung der JavaScript Engine.

Im November letzten Jahres habe ich angefangen für diese Plattform(webOS) zu entwickeln. Die Werkzeuge die Palm zu Verfügung stellt laufen unter jedem größeren Betriebssystem. Leider ist die API derzeit etwas beschränkt, d.h. auf die wichtigsten Dinge kann man zugreifen, allerdings ist es z.B. nicht möglich das Mikrofon einzubinden oder auf das lokale Dateisystem zu schreiben oder vorher angelegte Datenbanken zu verwenden oder … Trotz allem macht es mir viel Spaß Apps für den Palm Pre/Pixi zu entwickeln.

Bisher arbeite ich an drei Anwendungen: Losungen, BibleZ und SaleZ. Losungen und BibleZ waren meine ersten Projekte. Dazu habe ich hier schon mal was geschrieben. SaleZ ist eine ebay App für webOS, d.h. man kann seinen MeinEbay Inhalt auf dem Gerät sehen und nach Artikeln suchen. Auch Bieten soll mit dieser App möglich sein, doch hier warte ich noch auf eine Genehmigung von eBay. Geplant habe ich einen kostenlose „Lite“ Version und eine Vollversion, welche ein wenig später erscheinen, dafür aber einige Features mehr haben soll, wie z.B. eine bessere (erweiterte) Suche und die Möglichkeit auch SofortKaufen Angebote direkt vom Gerät kaufen zu können – nur um einige Features zu nennen. SaleZ befindet sich derzeit im Betatest und ich hoffe, dass dieser bald geschafft ist, damit die App den Weg in den AppCatalog finden kann!

Ein kurzer Blick in den Rückspiegel des Jahres 2009

Rückspiegel sind wichtig. Ohne ihnen würde man wesentlich unsicherer Autofahren. Genauso ist es gut, wenn man immer mal wieder innehält, um zurück zu schauen. Dieses Jahr war ein sehr ereignisreiches für mich. Der Abschluss meines Studiums stand bevor und die damit verbundene Frage, wie es danach weiter geht. Damit war dann die erste Hälfte des Jahres auch schon ausgefüllt 😉 Den Sommer habe ich sehr genossen, da ich einfach Zeit hatte für Dinge, die ich schon immer mal machen wollte. Dazu zählten u.a. ein Camping-Urlaub mit meiner Frau und das Erlernen von Python. Aus letzterem ist dann ein kleines Projekt namens BibleZ entstanden, welches mittlerweile in der Version 0.4 vorliegt. Ich bin dankbar für jedes Feedback, dass ich bekommen habe und auch die neuen Kontakte, die sich dadurch ergeben haben.

Das Jahr war für mich als Palm-User auch in der Hinsicht ein Spannendes, da das Erscheinen des Palm Pre bevorstand. Mittlerweile bin ich Besitzer eines solchen Gerätes und vom Betriebssystem (webOS) sehr angetan (im Gegensatz zur Verarbeitung des Pre und dem SDK…). In den letzten Wochen habe ich an einem Port von BibleZ für webOS gearbeitet, welcher mittlerweile auch als sogenannte Homebrew-App verfügbar ist und demnächst den Weg in den AppCatalog finden dürfte. (Hier gibt es eine kleine VideoDemo).

Zur Zeit bin ich mehr oder weniger am Studieren und Jobben. Dadurch (und v.a. seitdem ich angefangen habe zu Programmieren) bleibt leider wesentlich weniger Zeit für das Bloggen. Einige interessante Dinge sind mir in den letzten Monaten begegnet, von ich bei Gelegenheit einmal berichten werden.

Ein Blick in den Rückspiegel ist wichtig, aber wer nur nach hinten schaut, lebt/fährt auch gefährlich. Ein neues Jahr steht an und ich freue mich auf neue Herausforderungen, auf (hoffentlich) einen Referendariatplatz, neue Kontakte und ein wenig mehr Zeit für’s Bloggen 😉

In diesem Sinn wünsche ich euch noch ein gesegnetes Fest!

Experimente mit ImageMagick

ImageMagick ist ein Bildbearbeitungstool für die Kommandozeile und es ist wirklich ein tolles Tool. Der große Vorteil von ImageMagick gegenüber GIMP z.B. ist, dass sich auch vielen Dateien auf einmal verarbeiten lassen (um z.B. Thumbnails zu erzeugen). Flickr verwendet GraphicsMagick (ein Projekt, welches aus ImageMagick hervorgegangen ist), um seine Bilder zu bearbeiten.

Die Arbeit mit ImageMagick ist natürlich erstmal ungewohnt und es dauert auch seine Zeit, bis man sich hineingearbeitet, allerdings sind Sachen wie Bildgröße verändern und einen Schlagschatten hinzufügen leicht zu bewältigen. Eine gute Übersicht findet man hier.

Neben den beiden Plugins für Shutter, habe ich heute mal noch – nach Anregung von Christoph – einen anderen Anwendungsfall umgesetzt. Diesmal ist es kein Plugin, sondern ein ganz normales Skript. Aber jetzt erstmal einen Screenshot:

und so sieht es aus

Aus meiner Sicht könnte man noch einiges damit machen, z.B. Persepktive.

Nach dem Download des Skripts, muss es noch ausführbar gemacht werden:

chmod +x reihe

Danach kann man es folgendermaßen benutzen:

./reihe datei1 datei2 datei3

Die fertige Datei heißt dann „fertig.png“ und befindet sich im gleichen Ordner, wie das Skript.

[Update] Bundestag schließt Diskussionsforum zur Zensur-Petition

Eben über Twitter rein gekommen: Link. Mal sehen, wie sich das Ganze noch entwickelt. Ob morgen die 50000er Hürde geschafft wird? Ich hoffe es.

Eine gute Seite zum Weitergeben findet man unter www.zeichnemit.de!

edit: Hier noch mal der Link zum Post der Moderatoren.

Update: Ich muss vielleicht noch einmal was richtig stellen. Das Forum ist nicht geschlossen, sondern es dürfen „nur“ keine neuen Themen mehr eröffnet werden.

Shortcut für Unterstreichen in OpenOffice.org

Immer wieder hat mich an OpenOffice.org in Ubuntu gestört, dass die Tastenkombination für „Unterstreichen“ nicht funktioniert hat. Wenn ich Strg+Umschalt+U gedrückt hatte, erschien nur ein kleines fettes und unterstrichenes u (u). Heute endlich habe ich mich auf die Suche nach einer Lösung gemacht. Das Problem lässt sich relativ simpel erledigen:

echo "GTK_IM_MODULE=xim" >> ~/.profile

Danach kurz abmelden und wieder anmelden und die Tastenkombination für unterstreichen funktioniert so wie sie soll.

Gnufiish.org – ein Zwischenstand

Vor ein paar Monaten berichtete ich vom Gnufiish Projekt, das v.a. von Harald Welte initiert wurde. In der Zwischenzeit ist einiges passiert und ein Großteil der Hardware wird bereits unterstützt. Doch bisher gibt es immer noch einen „ShowStopper“: Der GSM-Teil wird noch nicht funktionierend unterstützt. Das ist natürlich bei einem Telefon schon ein großes Defizit und gerade bei Linuxdistributionen scheitert es an diesem Part (so auch bei meinem Treo).

Glofiish M800

Glofiish M800

Deswegen wollen sich Stefan Schmidt und Harald dieses WE treffen, um genau in Bereich des Linuxtreibers für den GSM-Part einen Fortschritt zu erzielen. Wünschenswert ist dies v.a. auch für die Integration in FSO.

Ich bin gespannt, welche Ergebnisse das Wochenende bringen wird. Stay tuned…

PS: Den Status des Projektes kann man übrigens hier einsehen.

Nicht Streetview, sondern Sightwalk oder doch Sidewalk?

Sightwalk

Von Google StreetView hat irgendwie schon jeder gehört. In Deutschland dauert es noch ein bisschen, bis die Bilder online gehen. Der Nachteil von StreetView ist, dass nicht alle Straßen aufgenommen werden, oder anders gesagt nur die, wo auch Autos fahren. Seitenstraßen oder Plätze oder Sehenswürdigkeiten bleiben da manchmal auf der Strecke.

Deswegen gibt es jetzt Sightwalk. Dieses Projekt hat sich genau diesem Mangel angenommen und zu Fuß oder mit dem Fahrrad einzelne Städte aufgenommen. Köln ist schon fertig, andere Städte wie München, Berlin, … sollen folgen.

Was ich toll finde ist, dass zu den einzelnen Sehenswürdigkeiten Artikel zu Wikipedia verlinkt sind und als Kartenmaterial OpenStreetmap zum Einsatz kommt!

Nette Spielerei für Firefox

Mit Hilfe von Compiz oder anderen netten Progrämchen ist es ja kein Problem seine Fenster mit Effekten zu versehen. Die meisten sind oft nur zum Zeigen und und zum Beeindrucken eines Windows -Users geeignet, andere wiederum sind auch nützlich (das Scale-Plugin z.B.). Heute bin ich auf ein Addon für Firefox gestoßen, welches in ähnlicherweise wie z.B. Compiz versucht, die Tabs anzuzeigen. Dazu muss man entweder auf das entsprechende Icon in der Symbolleiste klicken oder STRG+Q drücken.

Hier gibt es auch noch ein Video zu sehen.

[youtube JJhvGqj5yNM]