Archiv der Kategorie: Ubuntu

[Update2] Palm webOS Emulator unter Ubuntu (9.04 & 9.10)

Seit ein paar Tagen gibt es das webOS SDK für jeden zum Download. Alles was man benötigt ist eine gültige Emailadresse. Nachdem man diese hier eingegeben hat, bekommt man einen Link zu geschickt, welcher einem zur entsprechenden Downloadseite führt. Nun lädt man sich erstmal das SDK herunter und muss zusätzlich noch ein Paket mit Namen „Novacom“ herunterladen. Diesen Hinweis (und Link) findet man in den Hinweisen zur Installation. Das Installieren ist kein Problem; es müssen einfach nur die entsprechenden DEB Pakete installiert werden. Da der Palm Pre Emulator auf VirtualBox aufsetzt, ist es weiterhin notwendig, dass man dieselbige installiert hat.

Ist dieser Schritt vollzogen, lässt sich der Palm webOS Emulator über ein einfaches

palm-emulator

in der Konsole starten. Nun hat man die Möglichkeit sich einen ersten „Live“ Eindruck vom neuen Palm webOS zu machen und das „Gerät“ erkunden. Da im Emulator natürlich die „Gesture-Area“ fehlt, hier noch ein paar Hinweise:

  • ENDE – öffnet und schließt den Launcher
  • ESC – „Zurück-Geste“
  • POS1 – Minimieren und maximieren der Karten
  • LINKS/RECHTS – wechselt die Karten in der Karten Ansicht rechts bzw. links
  • ALT – Orange Key (auf der Palm Tastatur)

Update: Vor zwei Tagen hat Palm eine neue Version seines SDKs herausgebracht. Diese lässt sich ebenfalls auf der Developerseite von Palm herunterladen (Link siehe unten). Unter Ubuntu 9.04 lässt sich die neue Version des SDKs ohne größere Probleme installieren, allerdings scheint es noch Probleme mit der zukünftigen Ubuntuversion zu geben. Damit das webOS SDK (v.a. der Emulator) auch unter Ubuntu Karmic (9.10) läuft, muss man den novacom Daemon mit

sudo /opt/Palm/novacom/novacomd start

von Hand starten. Danach lässt dich der Palm-Emulator wie gewohnt starten. Siehe Update2.

Update2: Seit ein paar Tagen ist nun die Version 1.3.1 des SDK verfügbar. Leider gibt es immer noch Probleme mit der aktuellen Ubuntu-Version. Im Palm webOSdev Forum bin ich jetzt auf eine Lösung gestoßen, die genau dieses Problem beseitigt. Dazu fügt man folgendes in /etc/init/novacomd.conf ein (die Datei existiert normalerweise noch nicht):

# novacomd
#
# Palm's debug/control protocol server.
#
# (c) 2008 Palm Inc, All Rights Reserved
#
# modified by jaf0 for
# Karmic Koala (Ubuntu 9.10)
# copy to /etc/init/novacomd.conf (root.root, 644)

start on runlevel [2345]
stop on runlevel [!2345]
# Add below line if you want to confirm loading (interrupts the splash)
# console output
respawn
exec /opt/Palm/novacom/novacomd

Zum Abschluss eine kleine Auswahl an Screenshots:

BibleZ 0.4

biblez64Vor einiger Zeit hatte ich schon einmal hier von BibleZ berichtet. Seitdem ist viel passiert und mit diesem Blogpost möchte ich ein kleines Update über den aktuellen Stand der Entwicklung geben. BibleZ ist in Python geschrieben und nutzt Qt als Grafikbibliothek.

Die wichtigsten Neuerungen fasse ich einfach mal kurz zusammen:

  • Moduldownloader: Module müssen nicht mehr von Hand importiert werden
  • Tag-Unterstützung: Bibelverse lassen sich zu selbst festgelegten Stichworten zuordnen
  • Lesezeichen
  • Notizfunktion
  • Strongsintegration
  • Parallelstellen werden angezeigt
  • verbesserte Suche: UND und ODER Verknüpfungen mit zusätzlicher Buchauswahlmöglichkeit
  • Parallelansicht: Bibel lassen sich nebeneinander anziegen
  • Bi-direktionale Sprachunterstützung: Rechts-nach-Links Leserichtung wird für Hebräische und arabische Module
  • Verbesserte Vorschaufunktion für Notizen, Parrallelstellen und Anmerkungen
  • eine Standardbibel lässt sich festlegen, welche beim Start automatisch ausgewählt wird
  • Formatierungsoptionen: Schriftfarbe, -art und -größe lässt sich für jedes Modul einstellen
  • Hilfe wurde ins Wiki ausgelagert
  • Windows-Port: BibleZ ist nun auch für Windows verfügbar
  • und weitere viele kleine Änderungen und BugFixes

BibleZ lässt sich am besten über das PPA installieren oder man lädt sich die entsprechende Windowsversion.

Empathy und Adium Themes

In Ubuntu Karmic (9.10) wird es ja einen neuen Standard-IM Client geben: Empathy. Diese Woche habe ich einen Artikel gelesen, wie man Themes vom ebenfalls sehr bekannten IM Client Adium in Empathy verwenden kann. Dies ist aber nur in der aktuellen Version 2.28 möglich, welche u.a. in Ubuntu Karmic enthalten ist. Die Installation ist denkbar einfach. Man lädt sich sein gewünschtes Theme hier herunter und entpackt es entweder nach ~/.local/share/adium/message-styles/ oder nach /usr/local/share/adium/message-styles/. Danach kann man sein neues Theme unter Bearbeiten → Einstellungen → Erscheinungsbilder auswählen.

Auf der Wikiseite von Empathy auf live.gnome.org findet sich auch eine Liste von Adium Themes, welche aufzeigt, wie gut diese mit dem neuen Ubuntu IM Client zusammenspielen.

Hier noch ein Screenshot mit Modern Bubbling Theme:

Empathy mit Adium Theme

OTR Verwaltung und Avidemux 2.5

In meinem letzten Artikel hatte ich von OTR-Verwaltung geschrieben, ein sehr praktisches Tool für die Verwaltung seiner OTR-Dateien, wie ich finde. Der größte Nutzen liegt für mich im automatischen Schneiden mit Hilfe einer Cutlist und Avidemux. Leider kann OTR-Verwaltung (noch) nicht mit Avidemux 2.5 umgehen. Der Fehler scheint aber dem Entwickler bekannt zu sein, nur gibt es noch kein gefixtes DEB Paket (ich hab zumindest keines gefunden).

Durch ein paar kleine Änderungen kann man das Problem aber auch selbst lösen. Dazu öffnet man die Datei /usr/share/otr-verwaltung/actions/decodeorcut.py mit root-Rechten und ändert folgende Zeilen:

  • Zeile 668 in 'app.video.fps1000=25000;\n'
  • Zeile 681 in 'app.audio.mixer="NONE";\n',
  • Zeile 682 in 'app.audio.scanVBR="";\n',
  • Zeile 683 in 'app.setContainier="AVI";\n',

Die Anführungszeichen müssen mit übernommen werden. Danach einmal OTR neustarten und schon sollte das Schneiden der aufgenommen Sendungen wieder funktionieren.

OTR – Verwaltung unter Ubuntu

Vor ein paar Wochen bin ich auf ein sehr praktisches Tool zur Verwaltung meiner Aufnahmen bei OTR gestoßen. Es heißt auch so (OTR-Verwaltung) und man findet sogar ein DEB Paket auf der Projektseite. Warum das Tool so praktisch ist, soll die folgende Featureliste zeigen:

  • otrkey-Dateien dekodieren
  • avi-Dateien mit Cutlists schneiden (Avidemux und VirtualDub)
  • mehrere Dateien gleichzeitig verarbeiten
  • Cutlists nach dem Schneiden bewerten
  • Cutlists mit Avidemux oder VirtualDub selbst erstellen und hochladen
  • Schnitte vorher mit dem MPlayer betrachten
  • Automatisches Umbenennen der Dateien

Um das Programm in seinem vollen Umfang nutzen zu können, braucht man noch den offiziellen OTR Dekoder und avidemux zum schneiden der Aufnahmen.

Bis dato habe ich das immer per Hand gemacht, v.a. das Schneiden, aber nun lässt sich das bequem mit ein paar Klicks erledigen.

OTR-Verwaltung

Transparente virtuelle Boxen

Ich nutze in unregelmäßigen Abständen immer mal wieder VirtualBox, um darin Windows zu betreiben (z.B. für die Steuererklärung). In der PUEL-Version gibt es allerdings in Verbindung mit Compiz einen nervigen Bug. Wenn man eine virtuelle Maschine startet, wird das Fenster transparent. Folgender Screenshot soll dies veranschaulichen:

VB Bug

In Forum habe ich dann heute endlich eine Lösung dafür gefunden. Man legt dazu einfach einen Starter an (z.B. auf dem Desktop) und gibt in die Befehlszeile

env XLIB_SKIP_ARGB_VISUALS=1 VirtualBox

ein. Nun lässt sich VirtualBox ohne dieses nervige Verhalten starten.

3D Desktop mit Compiz

In der aktuellen c’t ist ein ganz großes Thema: 3D. Im Heft werden Möglichkeiten vorgestellt, wie man aus seinem „flachen“ Desktop einen 3D Desktop machen kann, doch leider sind diese Lösungen fast ausschließlich für Windows gedacht. Allerdings existiert auch ein Plugin für Compiz, das den Desktop räumlich erscheinen lässt.

Eine Installationsanweisung findet man hier.

Es gibt auch einen Thread in Uu-Forum, wo man sich auch ein deb Paket herunterladen kann. Nach der Installation und der Aktivierung des Plugins, muss man sich einmal abmelden und wieder anmelden.

Um den 3D-Desktop auch genießen zu können braucht man nur eine 3D Brille (der c’t liegt eine bei). Der Effekt ist nicht  besonders toll, aber interessant ist er auf alle Fälle!

3D-Desktop

Neues Projekt: BibleZ

Über Twitter hatte ich bereits davon berichtet: In den letzten Wochen habe ich mir mal Zeit genommen und mich näher mit Python und Qt4 auseinander gesetzt. Nachdem mein Examen nun geschafft ist, hatte ich dafür auch wieder mehr Zeit. Der Anlass für mich war, dass ich gerne ein Programm, ähnlich wie MyBible, für Ubuntu haben wollte. Es gibt zwar einige Bibelprogramme für das Sword-Projekt, allerdings keines, welches die Zefania XML Module verwendet. Diese Lücke soll nun BibleZ füllen.

screenshot_100(010)

BibleZ - 0.1.0

Was ist BibleZ?

BibleZ ist im Grunde nichts anderes als ein XML-Betrachter für eine bestimmte Art von XML-Dateien. Dazu kommen natürlich noch einige Features (aktueller Entwicklungsstand):

  • Import der Zefania XML Module (API ist aber noch nicht vollständig implementiert)
  • Vorschläge bei der Eingabe
  • Erklärungen werden als Mouse-Over angezeigt
  • rudimentäre Schnell-Suche (durchsucht derzeit nur das aktuelle Buch)
  • Tabs
  • zwei verschiedene Ansichten (Fließtext, Absätze)

Über dieses Projekt und dessen Fortschritt werde ich in einem separaten Blog unter biblez.zefanjas.de posten. Wer also gern auf dem laufenden bleiben möchte, sollte diesen RSS-Feed abonnieren oder mir auf Twitter folgen. Wer  Vorschläge, Kritik und Feature-Requests hat, kann sie gern im Forum mitteilen.

Heute habe ich mal die Ergebnisse der letzten Wochen in einem ersten Release zusammengefasst. Entsprechende Installationsanweisungen habe ich hier aufgeschrieben.

P.S.: Für mich ist es das erste mal, dass ich überhaupt so ein „größeres“ Projekt starte. Ich habe zwar schon ein paar Sachen hin und wieder programmiert, aber noch nie mit einem Framework wie Qt. Viele Sachen sind deshalb neu für mich, so auch z.B. die Distribution und Lokalisation des Projekts. Deswegen bin ich für jeden konstrutiven Hinweis sehr dankbar.

117 neue Effekte für GIMP

Die GIMP FX Foundry hat eine Sammlung von Skripten für GIMP 2.6 veröffentlicht, die 117 neue Effekte und Bearbeitungshilfen zu GIMP hinzufügt. Es sind einige interessante Sachen dabei, wie z.B. viele verschiedene Foto-Effekte.

Herunterladen kann man sich das Skript-Paket auf der Seite von GIMP FX Foundry. Nach dem Entpacken des Archivs müssen die Sktipte nach $HOME./gimp-2.6/scripts/ kopiert werden. Danach frischt man die Skripte in GIMP unter Filter → Skript-Fu → Skripte auffrischen. Nun steht ein neues Menü zur Verfügung (FX-Foundry) , in welchem man die Skripte findet.

[via]

Experimente mit ImageMagick

ImageMagick ist ein Bildbearbeitungstool für die Kommandozeile und es ist wirklich ein tolles Tool. Der große Vorteil von ImageMagick gegenüber GIMP z.B. ist, dass sich auch vielen Dateien auf einmal verarbeiten lassen (um z.B. Thumbnails zu erzeugen). Flickr verwendet GraphicsMagick (ein Projekt, welches aus ImageMagick hervorgegangen ist), um seine Bilder zu bearbeiten.

Die Arbeit mit ImageMagick ist natürlich erstmal ungewohnt und es dauert auch seine Zeit, bis man sich hineingearbeitet, allerdings sind Sachen wie Bildgröße verändern und einen Schlagschatten hinzufügen leicht zu bewältigen. Eine gute Übersicht findet man hier.

Neben den beiden Plugins für Shutter, habe ich heute mal noch – nach Anregung von Christoph – einen anderen Anwendungsfall umgesetzt. Diesmal ist es kein Plugin, sondern ein ganz normales Skript. Aber jetzt erstmal einen Screenshot:

und so sieht es aus

Aus meiner Sicht könnte man noch einiges damit machen, z.B. Persepktive.

Nach dem Download des Skripts, muss es noch ausführbar gemacht werden:

chmod +x reihe

Danach kann man es folgendermaßen benutzen:

./reihe datei1 datei2 datei3

Die fertige Datei heißt dann „fertig.png“ und befindet sich im gleichen Ordner, wie das Skript.