.:zefanjas:. https://zefanjas.de open source, web, education Sat, 21 Apr 2018 00:18:23 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=4.9.5 https://zefanjas.de/wp-content/uploads/2016/12/cropped-zefanjas_new-32x32.png .:zefanjas:. https://zefanjas.de 32 32 XenServer automatisch herunterfahren mit NUT https://zefanjas.de/xenserver-automatisch-herunterfahren-mit-nut/ https://zefanjas.de/xenserver-automatisch-herunterfahren-mit-nut/#respond Sat, 21 Apr 2018 00:18:23 +0000 https://zefanjas.de/?p=2637 Unsere Kerninfrastruktur an der Schule ist mit USVs /UPS abgesichert. Wir haben leider immer wieder Stromausfälle (meist kurze) und mit Hilfe der USVs können wir diese zumindest etwas überbrücken. An unserer USV / UPS hängt ein Raspberry Pi, der als NUT Server eingerichtet ist. Wenn der Strom ausfällt und die USV / UPS auf Batteriebetrieb umschaltet, sendet der Raspberry Pi ab einem bestimmten Ladestand einen Befehl an alle verbunden Server. Diese fahren sich dann automatisch herunter. Alle unsere Virtuellen Maschinen,...

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Unsere Kerninfrastruktur an der Schule ist mit USVs /UPS abgesichert. Wir haben leider immer wieder Stromausfälle (meist kurze) und mit Hilfe der USVs können wir diese zumindest etwas überbrücken. An unserer USV / UPS hängt ein Raspberry Pi, der als NUT Server eingerichtet ist. Wenn der Strom ausfällt und die USV / UPS auf Batteriebetrieb umschaltet, sendet der Raspberry Pi ab einem bestimmten Ladestand einen Befehl an alle verbunden Server. Diese fahren sich dann automatisch herunter. Alle unsere Virtuellen Maschinen, Backup-Systeme und Server werden damit heruntergefahren. Ein wesentlicher Server hat aber bisher noch gefehlt: der Virtualisierungshost. Deshalb möchte ich heute kurz beschreiben, wie man einen XenServer automatisch herunterfahren lassen kann, indem man ihn als NUT-Client einrichtet.

NUT-Client installieren

XenServer basiert auf CentOS, aber die Installation von Fremdpaketen ist nicht erlaubt. Man sollte sich auch bewusst sein, dass man evtl. keinen Support mehr erhält (falls man einen Supportvertrag hat), wenn man zusätzliche Pakete installiert.

Um den NUT-Client installieren zu können, mussten wir bei unserem XenServer 7 noch folgende Anpassung in der Datei /etc/yum.repos.d/CentOS-Base.repo vornehmen. Im Abschnitt [extras] haben wir in der Zeile baseurl $releaseserver mit einer 7 ersetzt.

$ nano /ect/yum.repos.d/CentOS-Base.repo
...
[extras]
name=CentOS-$releasever - Extras
mirrorlist=http://mirrorlist.centos.org/?release=$releasever&arch=$basearch&rep$
baseurl=http://mirror.centos.org/centos/7/extras/$basearch/
...

Danach können wir das Epel-Repo einrichten und den NUT-Client installieren:

$ yum clean all
$ yum --enablerepo=extras -y install epel-release

Nun schauen wir, welches Paket unseren NUT-Client zur Verfügung stellt und installieren es:

$ yum provides /usr/sbin/upsmon
Geladene Plugins: fastestmirror
Loading mirror speeds from cached hostfile
* epel: mirrors.bangmodhosting.com
nut-2.7.2-3.el7.x86_64 : Network UPS Tools
Quelle : epel
Übereinstimmung von:
Dateiname : /usr/sbin/upsmon

$ yum install nut-client-2.7.2-3.el7.x86_64

NUT einrichten

Nachdem der NUT-Client nun installiert ist, müssen wir ihn noch konfigurieren, damit unserer XenServer auch herunterfährt, falls der Strom ausfällt. Zuerst müssen wir noch eine Datei erstellen, um NUT mitzuteilen, dass unser XenServer ein Client ist:

$ nano /etc/ups/nut.conf
MODE=netclient

In der Datei /etc/ups/upsmon.conf findet die Hauptkonfiguration statt. Dort ändern wir zwei Zeilen:

$ nano /etc/ups/upsmon.conf
...
MONITOR ups@192.168.1.2 1 upsremote password slave
...
SHUTDOWNCMD "/etc/ups/xen-shutdown.sh"
...

Je nach Konfiguration des NUT-Masters muss hier noch der UPS-Name, die IP, sowie Benutzername und Passwort angepasst werden.

Bevor unser XenServer herunterfährt, soll er vorher noch alle Virtuellen Maschinen ausschalten. Dazu habe ich folgendes Skript gefunden, welches wir nun herunterladen und ausführbar machen.

$ cd /etc/ups/
$ wget https://raw.githubusercontent.com/serrc-techops/NUT-Configuration/master/slave/xen/xen-shutdown.sh
$ chmod +x xen-shutdown.sh

Damit der NUT-Client auch automatisch startet, müssen wir noch einen Systemd-Service einrichten. Dazu erstellen wir die Datei /etc/systemd/system/nut-monitor.service und fügen folgenden Inhalt ein:

$ nano /etc/systemd/system/nut-monitor.service

[Unit]
Description=Network UPS Tools - power device monitor and shutdown controller
After=local-fs.target network.target

[Service]
ExecStart=/usr/sbin/upsmon
PIDFile=/run/nut/upsmon.pid
Type=forking

[Install]
WantedBy=multi-user.target

Nun aktivieren wir diesen Service und starten ihn:

$ systemctl enable nut-monitor.service
$ systemctl daemon-reload
$ systemctl start nut-monitor

Mit systemctl status nut-monitor können wir uns anzeigen lassen, ob alles läuft:

nut-monitor.service - Network UPS Tools - power device monitor and shutdown controller
Loaded: loaded (/etc/systemd/system/nut-monitor.service; enabled; vendor preset: disabled)
Active: active (running) since Mi 2018-04-18 17:13:42 ICT; 1 day 12h ago
Process: 997 ExecStart=/usr/sbin/upsmon (code=exited, status=0/SUCCESS)
Main PID: 1001 (upsmon)
CGroup: /system.slice/nut-monitor.service
├─1000 /usr/sbin/upsmon
└─1001 /usr/sbin/upsmon

Automatisches Herunterfahren testen

Zuerst können wir das Skript zum Herunterfahren des XenServers testen und schauen, ob auch alle gestarteten VMs heruntergefahren werden. Dazu führen wir das Skript einfach aus:

$ sh /etc/ups/xen-shutdown.sh

Um einen Stromausfall zu simulieren und können wir auf dem NUT Master folgenden Befehl absetzen:

$ sudo upsmon -c fsd

Danach muss man allerdings alle Geräte wieder von Hand einschalten oder per Wake-on-Lan wecken.

Fazit

NUT ist ein tolles Projekt und es erlaubt uns sehr flexible Einsatzszenarien. Zur Zeit haben wir nur eine große UPS am NUT Master angeschlossen, aber es ist auch durchaus denkbar, mehrere UPS an den NUT Master anzuschließen. In Kombination mit Check_MK können wir somit den Status der USV / UPS ständig überwachen und bekommen ganz nebenbei auch eine Statistik, wie oft der Strom bei uns ausgefallen ist.

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Teil 3: Grundeinstellungen – Wie man Koha installiert und für Schulen einrichtet https://zefanjas.de/teil-3-grundeinstellungen-wie-man-koha-installiert-und-fuer-schulen-einrichtet/ https://zefanjas.de/teil-3-grundeinstellungen-wie-man-koha-installiert-und-fuer-schulen-einrichtet/#respond Wed, 11 Apr 2018 05:00:30 +0000 https://zefanjas.de/?p=2607 Nachdem wir Koha im ersten Teil installiert und im zweiten Teil das Bibliografische Framework eingerichtet haben, geht es heute darum einige Grundeinstellungen in Koha vorzunehmen. Wir wollen neue Kategorien für unsere Benutzer und Medien einrichten, sowie einige Systemparameter ändern. Dieser Artikel ist ein Teil einer Serie: Installation und Einrichtung einer ersten Bibliothek Das bibliografische Framework Grundeinstellungen Buchaufnahme Benutzerverwaltung und Ausleihkonditionen Mahnungen und Gebühren Grundeinstellungen Bibliothek Wir loggen uns wieder mit unseren Administrator-Account aus Teil 1 ein und wählen Administration →...

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Nachdem wir Koha im ersten Teil installiert und im zweiten Teil das Bibliografische Framework eingerichtet haben, geht es heute darum einige Grundeinstellungen in Koha vorzunehmen. Wir wollen neue Kategorien für unsere Benutzer und Medien einrichten, sowie einige Systemparameter ändern.

Dieser Artikel ist ein Teil einer Serie:

  1. Installation und Einrichtung einer ersten Bibliothek
  2. Das bibliografische Framework
  3. Grundeinstellungen
  4. Buchaufnahme
  5. Benutzerverwaltung und Ausleihkonditionen
  6. Mahnungen und Gebühren

Grundeinstellungen

Bibliothek

Wir loggen uns wieder mit unseren Administrator-Account aus Teil 1 ein und wählen Administration → Basisparameter → Bibliotheken und Gruppen. In der Tabelle klicken wir auf Bearbeiten und können nun weitere Angaben zu unserer Bibliothek machen.

Koha Basisparameter Bibliotheken

Neben der Post-Adresse können wir eine eMail-Adresse angeben oder eine zusätzliche Informationen, die im OPAC erscheinen sollen. Der OPAC ist der Teil von Koha, den die Benutzer sehen und in dem sie den Bestand durchsuchen können, sozusagen der öffentliche Teil der Bibliothekswebseite.

Koha Bibliothek ausgefüllt

Medientypen

Bei der Installation haben wir bereits den Medientyp „Buch“ angelegt. Diesen wollen zuerst bearbeiten unter Administration → Basisparameter → Medientypen. In der Tabelle klicken wir wieder auf Bearbeiten und können noch einiges einstellen. So können wir ein Bild festlegen oder bestimmen, ob Medien generell ausleihbar sind oder nicht. Wenn man möchte, kann man noch einen Leihgebühr, Bearbeitungskosten bei Verlust oder eine einen allgemeinen Rückgabehinweis eintragen.

Koha Medientypen

Nach dem gleichen Muster legen wir jetzt noch weitere Medientypen an. Hier muss jeder selbst entscheiden, welche Medientypen er braucht. Man kann z.B. nur einen Typ für Bücher haben, oder mehrere anlegen z.B. zusätzlich für Präsenzexemplare. Für eine Schulbibliothek empfehle ich folgende Typen:

  • Buch (BU)
  • DVD (DV)
  • CD-Audio (CD)

Wenn man noch Karten, CD-ROMs, … hat, kann man dafür natürlich noch weitere Medientypen anlegen.

Koha Medientypen

Benutzerkategorien

Nachdem wir nun die Medientypen angelegt haben, brauchen wir noch verschiedene Kategorien für unsere Benutzer. Für jede Benutzerkategorie können wir separat Ausleihkonditionen oder Gebühren bei überfälligen Medien festlegen. Bei der Installation haben wir bereits eine Kategorie für Bibliotheksmitarbeiter angelegt. Unter Administration → Benutzer und Ausleihe → Benutzertypen richten wir nun noch folgende Gruppen ein:

  • Bibliotheksmitarbeiter – (MA) → haben wir bereits
  • Schüler (S)
  • Eltern (P)

Über „+ Neue Kategorie“ können wir einen neuen Benutzertyp hinzufügen. Man kann entweder ein festes Ablaufdatum für diese Kategorie festlegen oder eine in Monaten angeben. Ich habe mich hier für 10 Jahre entschieden, also 120 Monate. Wenn man möchte kann man auch noch ein Mindest- oder Höchstalter festlegen. Unter Kategorie muss man eine der vorgebenden Kategorien wählen, in diesem Fall „Kind“.

Koha neuer Benutzertyp

Das gleiche machen wir jetzt auch für unsere Elternkategorie. Die Felder können individuell angepasst werden, nur beim Punkt Kategorie wählen wir „Erwachsener“. Wenn man zwischen Grundschülern und Mittel- bzw. Oberstufenschülern unterscheiden möchte (z.B. Ausleihkonditionen), braucht man dafür noch extra Benutzertypen.

Koha Benutzertypen

Normierte Werte anpassen

Normierte Werte sind immer dann sinnvoll, wenn man möchte, dass festgelegte Werte verwendet werden sollen. In der Regel braucht man das z.B. für den Status von Medien (verloren, beschädigt, …) oder für Standorte. Die Einstellungen zu den Normierten Werten befinden sich unter Administration → Basisparameter → Normierte Werte. Im Drop-Down Menü können wir die Kategorie auswählen und dann die Werte anpassen oder neue ergänzen.

Koha Normierte Werte

Folgende Normierte Werte sollten wir uns anschauen und gegebenenfalls ändern bzw. ergänzen:

  • LOC → Standorte
  • CCODE → Sammlungen
  • LOST → Status für verlorene Medien

Systemparameter

Über die vielen verschiedenen Systemparameter können wir global Einstellungen in Koha vornehmen und verändern. Darüber kann man Koha sehr individuell anpassen. Wir werden jetzt einige wichtige Parameter kontrollieren und anpassen, sodass es für unseren Einsatzzweck passt. Hier die wichtigsten Paremeter:

Sprache und Formate

  • dateformat → Datumsformat
  • CalendarFirstDayOfWeek → ersten Tag der Woche definieren
  • opaclanguagesdisplay → nur interessant, wenn man mehrere Sprachen installiert hat
  • opaclanguages → nur interessant, wenn man mehrere Sprachen installiert hat
  • language → nur interessant, wenn man mehrere Sprachen installiert hat

Koha i18n l10n

Ausleihe

Unter diesem Punkt gibt es sehr viele Parameter. Die meisten von ihnen können wir in der Standardeinstellung so lassen bzw. werden wir später noch anpassen. Wenn wir eine Altersbeschränkung einrichten wollen, z.B. für DVDs oder Bücher, müssen folgenden Paramter ändern:

  • AgeRestrictionMarker → in FSK|PEGI|Age| ändern

Danach speichern.

Benutzer

Bei Bedarf können wir folgende Parameter ändern:

  • CardnumberLength → Länge der Benutzernummer
  • minPasswordLength → Mindestlänge für das Passwort eines Benutzers

Katalogisierung

Hier ändern wir nur einen Parameter:

  •  autoBarcode  → inkrementelle EAN-13-Barcodes

Kataloganreicherung

Die folgenden Parameter bewirken, dass Cover-Bilder von Amazon im OPAC bzw. in der Dienstoberfläche (Backend / Intranet) angezeigt werden:

  •  AmazonCoverImages → auf Zeige ändern
  • OPACAmazonCoverImages → auf Zeige ändern

OPAC

Zum Schluss können wir noch den OPAC an unsere Schulbibliothek anpassen. Auch hier gibt es wieder recht viele Parameter, von denen die meisten so gelassen werden können. Einige sollten wir aber bei Bedarf ändern:

  •  LibraryName → Name der Bibliothek
  • OpacMainUserBlock→ Willkommensnachricht für die Hauptseite

Fazit

Die wichtigsten Grundeinstellungen in Koha haben wir nur abgearbeitet. Koha ist nun soweit eingerichtet, dass wir unsere ersten Bücher aufnehmen und ausleihen können. Das wird das Thema im nächsten Teil sein. Danach werden wir uns noch mit weiteren Themen wie Mahnungen und Gebühren, Benutzerverwaltung und -Import beschäftigen.

Viel Spaß beim Einrichten der Schulbibliothek!

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Warum ich Unity in Ubuntu 18.04 verwenden werde https://zefanjas.de/warum-ich-unity-in-ubuntu-18-04-verwenden-werde/ https://zefanjas.de/warum-ich-unity-in-ubuntu-18-04-verwenden-werde/#comments Sun, 08 Apr 2018 23:34:07 +0000 https://zefanjas.de/?p=2624 Am Wochenende habe ich die Zeit genutzt, um die Ubuntu 18.04 auf meinem Rechner zu installieren. Bisher habe ich Ubuntu 16.04 mit Unity verwendet. Vom Typ her bin ich jemand, der möglichst den Standard verwendet, weil ich meine Zeit nicht jedes Mal mit vielen Anpassungen verschwenden möchte. Der Wechsel vor vielen Jahren von Gnome2 auf Unity verlief damals recht schmerzlos und ich konnte mich schnell damit anfreunden. Das war ehrlich gesagt auch meine Hoffnung beim Installieren von Ubuntu 18.04 und...

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Am Wochenende habe ich die Zeit genutzt, um die Ubuntu 18.04 auf meinem Rechner zu installieren. Bisher habe ich Ubuntu 16.04 mit Unity verwendet. Vom Typ her bin ich jemand, der möglichst den Standard verwendet, weil ich meine Zeit nicht jedes Mal mit vielen Anpassungen verschwenden möchte. Der Wechsel vor vielen Jahren von Gnome2 auf Unity verlief damals recht schmerzlos und ich konnte mich schnell damit anfreunden. Das war ehrlich gesagt auch meine Hoffnung beim Installieren von Ubuntu 18.04 und dem neuen Gnome3 Desktop. Ubuntu hat ja einige Änderungen vorgenommen, um den Umstieg von Unity auf Gnome3 zu erleichtern. Ist es ihnen gelungen? Persönlich sage ich nein. Nach zwei Tagen bin ich wieder zurück bei Unity in Ubuntu 18.04. Warum?

Was ich in Gnome3 als Unity-Umsteiger vermisse

Ich habe mich ja bereits als Unity-Liebhaber geoutet. Damit konnte ich mich schnell anfreunden und finde es in vielen Punkten sehr benutzerfreundlich und gelungen. Auf den neuen Gnome3 Desktop war ich neugierig und war ehrlich bereit mich darauf einzulassen, aber das wird einem nicht gerade leicht gemacht. Es fehlen mir viele kleine Dinge, die ich an Unity schätzen gelernt habe und die mir meine Arbeit mit dem Computer erleichtern. Hier einige Beispiele.

Einbindung externer Medien

Ich habe mir gleich Dash-to-Dock installiert, um mehr Möglichkeiten bei der Anpassung des Docks zu haben, z.B. um den Programmstarter (heißt das so?) oben statt unten im Dock zu haben. In Unity werden externe Medien wie USB-Sticks als weiteres Symbol im Dock angezeigt – in Gnome3 als Icon auf dem Desktop. Das finde ich unpraktisch, gerade, wenn man mit maximierten Fenstern arbeitet, da man erst diese minimieren muss, um das Symbol zusehen und öffnen zu können. Vielleicht gibt es auch hier irgendeine Erweiterung dafür, aber das ist genau der Punkt. Ich möchte den Desktop nicht erst durch 50 Erweiterungen anpassen müssen, bis er sich so verhält, wie ich es gern hätte, zumindest nicht für grundlegende Sachen, wie das folgende Beispiel.

Computer in Bereitschaft setzen

Im Gnome3-Menü gibt es standardmäßig nur Buttons für Systemeinstellungen, Bildschirm sperren und Herunterfahren. Ich versetze meinen Laptop am Ende des Tages in Bereitschaft. Das kann ich aber in Gnome3 nur, wenn ich gleichzeitig die ALT-Taste drücke oder mir eine Erweiterung installiere. In Unity reichen 2 Klicks aus, in Gnome3 brauche ich dafür 2 Hände  oder eine Erweiterung.

Ausnutzung des Bildschirmplatzes

Einen großen Vorteil von Unity sehe ich in der oberen Bildschirmleiste. Dort sind die Fenstermenüs und auch die Buttons für Schließen, minimieren und maximieren versteckt. Mir erleichtert es das Arbeiten enorm, wenn ich mit der Maus nur in die oberste linke Ecke fahren und klicken muss und weiß, das Fenster wird geschlossen. Ich muss nicht „zielen“ oder die Maus pixelgenau navigieren. Einfach links hoch schieben, klick und fertig. Weiterhin spart die Integration der Menüs in die obere Leiste eine Menge Bildschirmplatz. Gerade bei kleineren Bildschirmen. Standardmäßig ist das bei Gnome3 nicht so, kann natürlich wieder über Erweiterungen erreicht werden.

Icons in der Topbar

Es scheint mir, dass einige Anwendungen eher auf Unity, statt auf Gnome3 optimiert sind, v.a. die Icons in der oberen Bildschirmleiste angeht. Ich hatte einige Anwendungen (z.B. Mattermost Desktop), die unter Unity gut integriert sind, die ich aber in Gnome3 – mal wieder – nur mit einer Erweiterung integrieren konnte.

GDM vs. LightDM

Auch wieder so eine Sache. Es sind die kleinen Dinge, die das Leben einfacher machen. Abgesehen davon, dass ich den Lightdm Anmeldeschirm im Vergleich zu dem vom GDM wesentlich schöner und hübscher finde, bietet er noch andere Vorteile. Standardmäßig wird sowohl bei GDM als auch Lightdm die Anmeldemaske nur auf einem Bildschirm angezeigt (wenn man mehr als einen Bildschirm angeschlossen hat). Bei Lightdm muss ich nur die Maus von einem Schirm auf den nächsten verschieben, um die Anmeldemaske auf den anderen Bildschirm zu holen. Das geht bei GDM nicht. Ein großer Nachteil, vor allem in Schulen, wo in den Klassenräumen oft ein Beamer angeschlossen ist. Wenn die Anmeldemaske am Beamer erscheint, kann ich sie nicht „einfach so“ auf den angeschlossenen Rechner holen.

Fazit

Vielleicht sind das alles nur kleine Dinge und sicher lassen die sich auch größtenteils mit entsprechenden Erweiterungen anpassen, aber genau das ist der springende Punkt. Ich wünsche mir einen Desktop, den man produktiv einsetzen kann, ohne ihn erst durch Erweiterungen anpassen zu müssen. Sicher bin ich auch einige Jahre durch Unity geprägt und schaue jetzt stark durch diese gefärbte Brille, aber es sind u.a. die oben genannten Dinge, die mir die Arbeit am Rechner erleichtern.

Für meinen Teil bin ich wieder zurück bei Unity, was mit

$ sudo apt install ubuntu-unity-desktop

auch in Ubuntu 18.04 schnell erledigt ist – inklusive lightdm.

An alle Unity-Liebhaber – werdet ihr auf Gnome3 in Ubuntu 18.04 wechseln?

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GeoGebra – App des Monats https://zefanjas.de/geogebra-app-des-monats/ https://zefanjas.de/geogebra-app-des-monats/#respond Thu, 05 Apr 2018 07:05:17 +0000 https://zefanjas.de/?p=2597 Heute möchte ich kurz GeoGebra als weitere App des Monats vorstellen. Es ist ein sehr bekanntes Projekt und wir wahrscheinlich in fast allen Schulen im Mathematikunterricht eingesetzt. Doch was genau ist GeoGebra? GeoGebra (Kofferwort aus Geometrie und Algebra) ist eine Dynamische-Geometrie-Software (DGS), die zu ihren geometrischen Objekten nicht nur die übliche geometrische, sondern auch eine algebraische Schnittstelle zur Verfügung stellt. Geometrische Objekte können damit nicht nur gezeichnet, sondern auch durch die Angabe beziehungsweise Manipulation von Gleichungen verändert werden. Neben elementargeometrischen...

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Heute möchte ich kurz GeoGebra als weitere App des Monats vorstellen. Es ist ein sehr bekanntes Projekt und wir wahrscheinlich in fast allen Schulen im Mathematikunterricht eingesetzt. Doch was genau ist GeoGebra?

GeoGebra (Kofferwort aus Geometrie und Algebra) ist eine Dynamische-Geometrie-Software (DGS), die zu ihren geometrischen Objekten nicht nur die übliche geometrische, sondern auch eine algebraische Schnittstelle zur Verfügung stellt. Geometrische Objekte können damit nicht nur gezeichnet, sondern auch durch die Angabe beziehungsweise Manipulation von Gleichungen verändert werden. Neben elementargeometrischen Objekten erlauben neuere Versionen von GeoGebra auch die Erzeugung von Funktionsgraphen, ebenen Kurven und Vektoren und verfügen über ein integriertes Computeralgebrasystem (CAS) und eine Tabellenkalkulation. (Wikipedia)

Funktionen von GeoGebra

Der Wikipedia-Artikel über GeoGebra listet einige Funktionen auf. Kurz kann man sagen, dass GeoGebra viele leistungsstarke Funktionen hinter einer einfach zu bedienenden Benutzeroberfläche zugänglich macht. Dazu zählen:

  • Funktionsgraphen (inkl. Krümmung, Extrema, Wendepunkt, Tangenten, Asymptoten, Spiegelungen etc.)
  • Bestimmte Integrale sowie Stammfunktionen
  • Geraden und ihre Steigung, Halbgerade
  • Mittelpunkt, Mittelsenkrechte, Lote, Parallele, Winkelhalbierende
  • Fläche von beliebigen Polygonen und regelmäßigen Vielecken
  • Länge von Strecken, Größe von Winkeln
  • Kegelschnitte: Ellipse, Kreis, Pol und Polare
  • Kreissektoren, Kreisbögen, Umkreis
  • Vektoren, Normalenvektor
  • Rechnen mit komplexen Zahlen, Matrizen, Polynomen

Installation

GeoGebra ist ein weiteres Beispiel dafür, dass es heutzutage immer weniger auf das Betriebssystem ankommt, sondern man eigentlich nur noch einen Browser braucht. Es ist für eine Vielzahl an Plattformen verfügbar, aber man kann es auch online nutzen.

Auf der Webseite des Projekts gibt es Pakete im DEB oder RPM Format zum Download. Dort findet man auch eine portable Version, die man vom direkt von einem USB-Stick starten kann. Um die DEB für Debian oder Ubuntu zu installieren, lädt man sich das entsprechende Paket herunter und installiert es mit der Paketverwaltung.

$ sudo dpkg -i geogebra-classic*

Danach kann man das Programm über den Programmstarter starten.

GeoGebra

GeoGebra gibt es noch in verschiedenen anderen Versionen für fast alle Plattformen zum Download. Unter anderem auch eine Augmented Reality App. Damit kann man Funktionen, Körper etc. virtuell im Raum darstellen. Hier ein Beispiel:

An unserer Schule verwenden wir GeoGebra hauptsächlich im Mathematikunterricht. Ich persönlich verwende es als Grundschullehrer aber eher weniger in meinem Unterricht 🙂

Fazit

GeoGebra ist eine preisgekrönte Software, die man sehr gut im Unterricht einsetzen kann. Es gibt auch einen „Klassenarbeitsmodus“, sodass man die App in Klausuren verwenden kann. Manche allerdings kritisieren die Lizenz, die für diese Software verwendet wird. Teile der Software stehen unter der GPL, andere Teile (wie z.B. der Installer oder auch die Sprachdateien) sind unter einer eigenen Lizenz lizenziert. Die Nutzung für den Unterricht ist kostenfrei möglich – für Schüler und Lehrkräfte.

Insgesamt kann man diese Software nur empfehlen, da es eine Unmenge an Features bietet und dabei noch einfach zu bedienen bleibt.

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Zeitsteuerung in GRUB einrichten https://zefanjas.de/zeitsteuerung-in-grub-einrichten/ https://zefanjas.de/zeitsteuerung-in-grub-einrichten/#comments Mon, 02 Apr 2018 00:30:51 +0000 https://zefanjas.de/?p=2588 GRUB 2 hat viele Funkionen in Module ausgelagert. Dadurch ist es möglich, dass man nur die benötigten Funktionen lädt und damit kleinere Core-Images möglich sind. Man kann diese Module aber auch nutzen, um GRUB zu erweitern, z.B. um eine Zeitsteuerung in GRUB einzubauen. Damit ist es möglich ein bestimmtes Betriebssystem zu einer festgelegten Zeit zu starten. Eine Liste aller vorhandenen Module erhält man mit [crayon-5ada83d4aee7b846019308/] Zeitsteuerung in GRUB konfigurieren Für die Zeitsteuerung in GRUB braucht man das Module datehook. Damit...

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GRUB 2 hat viele Funkionen in Module ausgelagert. Dadurch ist es möglich, dass man nur die benötigten Funktionen lädt und damit kleinere Core-Images möglich sind. Man kann diese Module aber auch nutzen, um GRUB zu erweitern, z.B. um eine Zeitsteuerung in GRUB einzubauen. Damit ist es möglich ein bestimmtes Betriebssystem zu einer festgelegten Zeit zu starten.

Eine Liste aller vorhandenen Module erhält man mit

$ ls /boot/grub/i386-pc/

Zeitsteuerung in GRUB konfigurieren

Für die Zeitsteuerung in GRUB braucht man das Module datehook. Damit können in GRUB auf folgende Variablen zugreifen:

  • DAY
  • HOUR
  • MINUTE
  • SECOND
  • MONTH
  • WEEKDAY
  • YEAR

Alle diese Werte basieren auf der Uhrzeit und dem Datum, das im BIOS eingestellt wurde (i.d.R. die Hardwareuhr des Mainboards). Das muss man im Hinterkopf behalten, wenn man die Zeitsteuerung in GRUB einrichtet.

Mit dem folgenden Befehl erhält man eine Liste mit allen Menü-Punkten des GRUB-Menüs:

$ grep -E '^menuentry|^submenu' /boot/grub/grub.cfg | cut -d '"' -f2 | cut -d "'" -f2

Der erste Eintrag hat die Nummer 0, der zweite die Nummer 1 usw.

Als nächstes öffnet man die Datei /boot/grub/grub.cfg und fügt folgende Zeilen relativ am Anfang der Datei ein:

insmod datehook
# Eine extra Null beo Minute 0-9 hinzufügen, sodass MINUTE immer zweistellig ist
if [ $MINUTE -lt 10 ]; then PADDING="0"; else PADDING=""; fi  
TIME=$HOUR$PADDING$MINUTE

# Standardmäßig Ubuntu starten
set default=0

# Starte "Windows 10" von 17 bis 23 Uhr
if [ $TIME -ge 1700 -a $TIME -lt 2300 ]; then
  set default=3
fi

Am Anfang fügt man eine extra Null bei Minuten kleiner als 10 ein, sodass die Minutenzahl immer zweistellig ist. Dann konstruiert man eine neue Variable TIME, die die aktuelle Uhrzeit mit dem Format HHMM hat. Diese kann man nun nutzen, um die Zeitsteuerung in GRUB zu implementieren.

Ubuntu soll standardmäßig gestartet werden, aber am Abend bekommt Windows 10 den Vorrang. Eventuell muss man die Uhrzeiten noch anpassen, da im BIOS oft die Zeitzone UTC eingerichtet ist.

Fazit

Die Änderungen oben gelten nur solange bis zum nächsten Mal update-grub ausgeführt wird. Damit die Änderungen dauerhaft in GRUB erhalten bleiben, sollte man ein Template mit diesem Code unter /etc/grub.d/ anlegen.

Wir nutzen diese Option, um unsere Rechner in der Schule besser verwalten zu können. Am Tag wird standardmäßig Ubuntu gestartet, aber während der Nacht lassen wir Linbo booten, damit die Rechner dann z.B. aktualisiert oder mit einem neuen Image versorgt werden können.

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Teil 2: Das bibliografische Framework – Wie man Koha installiert und für Schulen einrichtet https://zefanjas.de/koha-installation-schule-bibliografische-framework/ https://zefanjas.de/koha-installation-schule-bibliografische-framework/#comments Fri, 30 Mar 2018 08:15:58 +0000 https://zefanjas.de/?p=2531 Im ersten Teil dieser Serie haben wir bereits Koha installiert. Bevor wir ein Buch aufnehmen oder verleihen können, müssen noch einige Einstellungen vorgenommen werden. Ein großes Thema ist das bibliografische Framework. Bei der Installation haben wir bereits MARC21 gewählt. Was das ist, warum es wichtig ist und wie wir das Framework für eine Schule anpassen können, darum geht es in diesem 2. Teil. Dieser Artikel ist ein Teil einer Serie: Installation und Einrichtung einer ersten Bibliothek Das bibliografische Framework Grundeinstellungen...

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Im ersten Teil dieser Serie haben wir bereits Koha installiert. Bevor wir ein Buch aufnehmen oder verleihen können, müssen noch einige Einstellungen vorgenommen werden. Ein großes Thema ist das bibliografische Framework. Bei der Installation haben wir bereits MARC21 gewählt. Was das ist, warum es wichtig ist und wie wir das Framework für eine Schule anpassen können, darum geht es in diesem 2. Teil.

Dieser Artikel ist ein Teil einer Serie:

  1. Installation und Einrichtung einer ersten Bibliothek
  2. Das bibliografische Framework
  3. Grundeinstellungen
  4. Buchaufnahme
  5. Benutzerverwaltung und Ausleihkonditionen
  6. Mahnungen und Gebühren

Was ist das bibliografische Framework?

Am besten stellen wir uns das bibliografische Framework wie eine Vorlage vor, nach der Bücher oder andere Medien in Koha aufgenommen werden. In dieser Vorlage legen wir fest, welche Daten wir in unserem System haben wollen. Das könnten z.B. folgende sein:

  • Titel und Author/in
  • Verlag, Erscheinigsort und -jahr
  • ISBN / ISSN
  • Altersbeschränkung
  • evtl. Sprache

Diese Liste lässt sich beliebig erweitern, aber für eine Schulbibliothek wollen wir es so einfach wie möglich machen. Diese Daten nennt man auch Felder.

Damit sich nicht jede Bibliothek ihre eigenen Felder ausdenken muss, wurde vor vielen Jahren ein Standard geschaffen, der in Koha verwendet wird: MARC21.

MARC21

Wikipedia definiert MARC folgendermaßen:

MARC (MAchine-Readable Cataloging) ist ein bibliographisches Datenformat. Entwickelt wurde es 1966 in den USA. Im Lauf der Jahre folgten zahlreiche verschiedene Versionen, von denen bis heute vor allem die Version MARC 21 weltweit von Bibliotheken verwendet wird. MARC 21 ist ein allgemeines Format, das von verschiedensten Anwendungen gelesen und verarbeitet werden kann. Hauptzweck ist die Übertragung von bibliographischen Daten zwischen Bibliotheken.

Es geht also einen bibliografischen Datensatz, der von einem Computer gelesen werden kann.

Koha verwendet ebenfalls MARC21, deswegen müssen wir uns ein wenig damit auseinander setzen. Es gibt eine gute Einführung in MARC21, die aber nur in Englisch verfügbar ist. Ich kann sie sehr empfehlen, da sie mir geholfen hat MARC21 besser zu verstehen: Understanding MARC.

Ein MARC21 Feld besteht aus einem Tag (einer dreistelligen Zahl), zwei Indikatoren und einem Unterfeld-Code. Hier ein Beispiel für das Feld ISBN:

020 ##  $a 0877547637

Die ersten drei Zahlen 020 stehen für das MARC21 Feld bzw. Tag. Die zwei „##“ stehen für die beiden Indikatoren, die für dieses Feld nicht definiert sind. Mit $a folgt das Unterfeld a für die ISBN. Zum Schluss steht die ISBN. Laut Definition kann man im Unterfeld $z auch eine nicht mehr gültige ISBN angeben.

Eine Übersicht über alle MARC21-Felder gibt es hier: https://www.loc.gov/marc/bibliographic/

MARC21 für Schulbibliotheken anpassen

Ich empfehle wirklich jedem, der Koha einsetzen möchte, sich die oben verlinkte Einführung in MARC durchzulesen, denn es hilft ungemein beim Verständnis, wie Koha funktioniert und wie man es verwenden kann und muss.

Framework exportieren

Da wir jetzt grob wissen, was MARC21-Felder sind, wollen wir in Koha das bibliografische Framework anpassen. Dazu loggen wir uns mit unserem im Teil 1 erstellen Benutzer ein und öffnen den Menüpunkt Administration.

Koha Menü

Dort wählen wir den Punkt bibliografisches Framework.

Koha Admin Menü

Hier sehen wir nun eine Liste mit allen bibliografischen Frameworks. Wir können theoretisch für jeden Medientyp ein eigenes Framework erstellen, doch wir möchten es so einfach wie möglich haben.

Das Framework können wir gut im Browser anpassen, aber es ist mit viel Klicken und Warten verbunden. Deshalb werden wir das Framework exportieren und anschließend wieder importieren.

In der Liste klicken wir neben Framework mit dem Code „FA“ und dem Namen „Schnellaufnahme“ auf Aktionen → Export. (Falls das Schnellaufnahme Framework fehlt, wurde bei der Installation vergessen, den Haken an der entsprechenden Stelle zu setzen…)

Koha FrameworksFramework anpassen

Nun müssen wir die heruntergeladene Datei (man kann zwischen CSV, Exel oder Open Document Format wählen) mit einer Tabellenkalkulation unserer Wahl öffnen und wie folgt anpassen.

Im ersten Reiter marc_tag_structure  und zweitem Reiter marc_subfield_structure alle Zeilen löschen mit den Tags:

  • 010, 050, 082, 090, 099

Im zweiten Reiter werden wir noch einige Felder verstecken, damit die Maske zur Aufnahme der Bücher übersichtlicher wird. In der Spalte hidden geben wir an folgenden Stellen „5“ für folgende Tags und Unterfelder ein:

  • 020 → alle bis auf Unterfeld a
  • 022  → alle bis auf Unterfeld a
  • 100  → alle bis auf Unterfeld a (und l optional)
  • 245  → alle bis auf Unterfelder a und b
  • 250  → alle bis auf Unterfeld a
  • 260  → alle bis auf Unterfelder a, b und c
  • 300  → alle
  • 500  → alle bis auf Unterfeld a
  • 942  → alle bis auf Unterfeld c
  • 952 → nur Unterfelder 2, b, e, f, i, j, l, m, n, q, r, s, u, v, w, y

Wenn wir das geschafft haben, haben wir eine große Hürde bei der Verwendung von Koha genommen. Das was jetzt noch kommt, wird wieder leichter 🙂

Framework importieren

Nun müssen wir unser bearbeitetes Framework wieder importieren. Dazu klicken wir auf Aktionen → Import und wählen unserer bearbeitet Tabellenkalkulationsdatei, die wir gerade eben bearbeitet haben, aus. Mit Import wird unser „FA“ Framework aktualisiert.

Koha Framework Import

Fazit

Wir haben nun ein sehr wichtiges Element in der Konfiguration von Koha eingerichtet – unser bibliografisches Framework! Es ist fast alles für die Aufnahme oder den Import unserer Medien eingerichtet. Im nächsten Teil dieser Serie geht es um weitere grundlegende Einstellungen für Schulen sowie die Einrichtung weitere Medien- und Benutzergruppen.

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Einsatzmöglichkeiten von linbo-remote im Schulalltag https://zefanjas.de/einsatzmoeglichkeiten-von-linbo-remote-im-schulalltag/ https://zefanjas.de/einsatzmoeglichkeiten-von-linbo-remote-im-schulalltag/#comments Fri, 23 Mar 2018 05:45:43 +0000 https://zefanjas.de/?p=2563 Linbo ist eines der besten Features von linuxmuster.net – einer freien Schulserverlösung. Einen Überklick, was alles mit Linbo möglich ist, habe ich bereits in einen meiner letzten Artikel beschrieben. Dort habe ich ein Kommandozeilenprogramm erwähnt, das für die Administration der Schulrechner einfach super ist: linbo-remote. Damit kann man fast alles machen, was man sonst über die Linbo-GUI erledigen würde, z.B. Rechner partitionieren und formatieren, starten, herunterfahren, etc. neue Images in einem Raum oder in der ganzen Schule verteilen (in Kombination...

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Linbo ist eines der besten Features von linuxmuster.net – einer freien Schulserverlösung. Einen Überklick, was alles mit Linbo möglich ist, habe ich bereits in einen meiner letzten Artikel beschrieben. Dort habe ich ein Kommandozeilenprogramm erwähnt, das für die Administration der Schulrechner einfach super ist: linbo-remote. Damit kann man fast alles machen, was man sonst über die Linbo-GUI erledigen würde, z.B.

  • Rechner partitionieren und formatieren, starten, herunterfahren, etc.
  • neue Images in einem Raum oder in der ganzen Schule verteilen (in Kombination mit Wake-on-Lan)
  • zu einer beliebigen Zeit Rechner synchronisieren und das Betriebssystem der Wahl starten lassen
  • Images auf einem Rechner erstellen und auf den Server hochladen
  • linbo-remote mit anderen Skripten kombinieren

Ich möchte heute beschreiben, wie wir linbo-remote in unserer Schule einsetzen und zeigen, was man damit alles machen kann.

Neue Images verteilen mit linbo-remote

In regelmäßigen Abständen aktualisieren wir unser Ubuntu-Image, welches wir auf allen unseren Schulrechnern verwenden. Wir machen das meistens in den Ferien oder wenn es neue größere Updates gibt (e.g. Firefox, LibreOffice, wichtige Sicherheitsupdates). Mit folgendem Befehl verteilen wir das Image auf alle Rechner in einem Raum:

$ linbo-remote -r raum1 -p sync:1,halt -w 0

oder

$ linbo-remote -r raum1 -c sync:1,halt -w 60

Eine kurze Erklärung, was die einzelnen Parameter bedeuten.

  • -r gibt den Raum an. Mit -g kann man auch einen Gruppe angeben, mit -i eine IP oder einen Hostnamen.
  • -w steht für Wake-on-Lan, d.h. linbo-remote weckt die Rechner auf. Wake-on-Lan muss man im BIOS aktivieren und es funktioniert nur über ein angestecktes Netzwerkkabel (z.B. bei Notebooks). Die Zahl hinter -w gibt die Sekunden an, die gewartet werden soll, bis Linbo die Befehle ausführt.
  • Der Unterschied zwischen -p und -c ist, dass bei -p Linboo eine Datei mit den Befehlen auf dem Server anlegt. Diese Datei holt sich der Rechner, sobald er nach Linbo gebootet hat, ab. -c versucht den Befehl direkt per SSH an den Rechner zu schicken. Deshalb habe ich hier auch eine Wartezeit von 60 Sekunden angegeben, sodass genug Zeit für alle Rechner da ist, um aufgeweckt und gebootet zu werden.
  • nach -c und -p kann man verschiedene Befehle angeben. Alle Möglichkeiten erhält man, wenn man linbo-remote -h eingibt. Bei fast allen Befehlen folgt nach dem Befehle ein Doppelpunkt und dahinter die Nummer des Betriebssystems. Wenn man z.B. ein Dual-Boot System mit Windows und Ubuntu hat, bekommt Windows die Nr. 1 und Ubuntu die Nr. 2. Man kann auch mehrere Befehle angeben, die man durch ein Komma voneinander trennt.
    • sync:1,halt bedeutet also, dass linbo-remote das erste Betriebssystem auf dem Rechner synchronisiert und danach den Rechner wieder herunter fährt.
    • format:1,sync:1,sync:2,start:2 bedeutet, dass Linbo die Partition des 1. Betriebssystems formatiert und synchronisiert, danach das 2. Betriebssystem ebenfalls synchronisiert und anschließend startet. Beim Synchronisieren schaut Linbo, ob es ein neues Image auf dem Server gibt, lädt dieses gegebenenfalls herunter und kopiert es auf die entsprechende Partition.

Administration der Schulcomputer mit linbo-remote automatisieren

Wir haben oben schon gesehen, was alles mit linbo-remote möglich ist. Verbunden mit einem Cronjob können wir beispielsweise alle Rechner in der Schule oder in einem bestimmten Raum jeden Morgen synchronisieren und starten lassen, sodass alle Rechner „frisch“ für den Einsatz im Unterricht sind.

Als root User erstellen wir einen neuen Cronjob mit

root@server$ crontab -e

und legen den folgenden Cronjob an:

30 6 * * * /usr/sbin/linbo-remote -r raum1 -w 0 -p format:1,sync:1,sync:2,start:2 > /dev/null 2>&1

Jeden Morgen, um 6:30 Uhr, an jedem Tag im Jahr, kümmert sich jetzt Linbo um unsere Rechner im Raum 1. Dabei synchronisiert er beide Betriebssysteme und startet das zweite, sodass sich die Schüler direkt anmelden können.

Wir können linbo-remote auch verwenden, um alle Rechner herunterzufahren, die nach Linbo gebootet wurden.

0 13,15,17,20 * * * /usr/sbin/linbo-remote -r raum1 -c halt > /dev/null 2>&1

Um 13, 15, 17 und 20 Uhr werden alle Rechner im Raum 1, die Linbo gebootet haben, heruntergefahren.

Diese Cronjobs sind eine große Hilfe, um einen verlässlichen Ist-Zustand jeden Morgen an den Schulcomputern herzustellen. Der Nachteil dieser Lösung ist, dass die Cronjobs an jedem Tag ausgeführt werden, also auch am Wochenende oder in den Ferien. Doch dieses Problem lässt sich lösen 🙂

linbo-remote mit anderen Programmen kombinieren

Ein Mitglied der Linuxmuster-Community hat ein Skript geschrieben, dass überprüft, ob heute ein Schultag ist – je nach Bundesland. Das Skript findet man auf Github und wir können es wie folgt auf dem Server installieren:

$ git clone https://github.com/anschuetz/linuxmuster.git
$ cd linuxmuster/schultag

In der Datei ist-heute-schultag müssen wir noch festlegen, welches Bundesland wir verwenden möchten. Standardmäßig ist Baden-Württemberg eingerichtet.

ferien_conf="ferien_bw.conf"
feiertage_conf="feiertage_bw.conf"

Danach installieren wir das Skript mit

$ sudo make install

Wenn ein Schultag ist, liefert das Skript einen Rückgabewert von „0“ zurück, sonst z.B. „99“ (für einen Ferientag).

Die Cronjobs oben können wir anpassen, sodass sie nur noch an einem Schultag ausgeführt werden:

30 6 * * * ist-heute-schultag && /usr/sbin/linbo-remote -r raum1 -w 0 -p format:1,sync:1,sync:2,start:2 > /dev/null 2>&1
0 13,15,17,20 * * * ist-heute-schultag && /usr/sbin/linbo-remote -r raum1 -c halt > /dev/null 2>&1

Fazit

Linbo und ins besondere linbo-remote nimmt uns als Schul-IT-Team eine ganze Menge Arbeit ab. Während wir im ersten Jahr noch viel „Turnschuhadministration“ betrieben haben, macht das jetzt linbo-remote für uns. Vorbei sind die Zeiten, in denen wir von Rechner zu Rechner in der Schule gelaufen sind, um sie mit einem neuen Image zu versorgen. Linbo ist für mich das beste Feature an linuxmuster.net und ich habe bisher keine andere Software kennengelernt, die uns hilft jeden Tag automatisch einen definierten Ist-Zustand herzustellen. Ist das Image einmal auf dem Rechner, funktioniert das ganze übrigens auch offline, d.h. die Schüler können selbstständig ihre Rechner zurücksetzen, falls etwas „kaputt“ ist.

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Wie man Check_MK aktualisieren kann https://zefanjas.de/wie-man-check_mk-aktualisieren-kann/ https://zefanjas.de/wie-man-check_mk-aktualisieren-kann/#comments Tue, 20 Mar 2018 05:00:54 +0000 https://zefanjas.de/?p=2550 Zur Überwachung unserer IT-Infrastruktur verwenden wir OMD/Check_MK. Es lässt sich gut bedienen und wir haben den Status unserer Netzwerkkomponenten, Server, Drucker, etc. immer gut im Blick. Bis zuletzt haben wir noch die „old-stable“ Version verwendet (1.2.8), doch die CPU Auslastung stieg z.T. deutlich an, sodass es Zeit war, ein Upgrade auf die aktuelle stabile Version (1.4.0) vorzunehmen. Heute möchte ich zeigen, wie man Check_MK aktualisieren kann und was es dabei zu beachten gibt. Check_MK aktualisieren Mit Check_MK lassen sich mehrere...

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Zur Überwachung unserer IT-Infrastruktur verwenden wir OMD/Check_MK. Es lässt sich gut bedienen und wir haben den Status unserer Netzwerkkomponenten, Server, Drucker, etc. immer gut im Blick. Bis zuletzt haben wir noch die „old-stable“ Version verwendet (1.2.8), doch die CPU Auslastung stieg z.T. deutlich an, sodass es Zeit war, ein Upgrade auf die aktuelle stabile Version (1.4.0) vorzunehmen. Heute möchte ich zeigen, wie man Check_MK aktualisieren kann und was es dabei zu beachten gibt.

Check_MK aktualisieren

Mit Check_MK lassen sich mehrere Instanzen verwalten. Diese werden „sites“ genannt. Es ist möglich mehrere Versionen von Check_MK parallel zu installieren. Dabei kann jede Instanz eine der installierten Versionen verwenden. Das Softwareupgrade verhält sich also etwas anders, als man es vielleicht gewohnt ist.

Bevor wir unsere Instanz auf die neue Version upgraden können, müssen wir zuerst Check_MK aktualisieren. Dazu laden wir die aktuelle Version für Ubuntu 16.04 herunter (1.4.0).

$ wget https://mathias-kettner.de/support/1.4.0p26/check-mk-raw-1.4.0p26_0.xenial_amd64.deb

Danach müssen wir das Paket und evtl. fehlende Abhängigkeiten installieren:

$ sudo dpkg -i check-mk-raw-1.4.0p26_0.xenial_amd64.deb
$ sudo apt install -f

Nun können wir uns mit omd versions anzeigen lassen, ob die neue Version auch als Standard eingerichtet ist:

root@omd:~# omd versions
1.2.8p13.cre
1.4.0p26.cre (default)

Upgrade für OMD-Instanz durchführen

Die neue Version von Check_MK ist jetzt installiert, aber unsere „Site“, d.h. unsere Monitoring-Instanz verwendet noch immer die alte Version. Wir müssen also, neben Check_MK, auch diese noch aktualisieren. Dazu wechseln wir den Benutzer zu unserer Instanz mit

root@omd# su - meineInstanz

Zuerst stoppen wir unsere Instanz:

$ omd stop

Danach können wir das Update durchführen:

$ omd update

Bei der Durchführung des Upgrade bekommen wir einige Fragen gestellt, um Konflikte in der Konfiguration aufzulösen. Bei uns waren es v.a. Anpassungen von Dateirechten bei einigen Dateien. Hier kann man keine generelle Empfehlung geben, welche Antwort die richtige ist, aber so lange es sich nicht um eigene Anpassungen handelt, kann man i.d.R. die neue Version bzw. die neuen Dateirechte übernehmen.

Mit omd version können wir noch überprüfen, ob die aktuelle Version verwendet wird. Anschließend starten wir unsere Instanz wieder:

$ omd start

Wenn wir nun Check_MK im Browser aufrufen (https://monitoring.server/meineInstanz), kann es sein, dass wir folgende Warnung sehen:

Check_MK aktualiseren
(c) https://mathias-kettner.de

Durch das Update sind natürlich auch die Plugins aktualisiert oder ersetzt worden. Im Laufe der nächsten Stunden wird es deshalb immer wieder Warnungen über nicht aktive bzw. veraltete Services geben. Check_MK warnt ebenfalls vor inkompatiblen Änderungen (siehe Bild). Mit einem Klick auf „Show unacknowledged incompatible werks“ können wir uns diese Änderungen anzeigen und mit einem weiteren Klick auf „Acknowlegde all“ akzeptieren.

Slack/Mattermost Plugin hinzufügen

Wir verwenden ein Plugin, dass uns im Falle eines Problems eine Nachricht in unseren Mattermost #monitoring Kanal schickt. Dies wurde beim Upgrade nicht mit übernommen, sodass noch etwas Handarbeit nötig ist. Das Plugin müssen wir an die richtige Stelle kopieren und die Rechte anpassen.

$ cp /opt/omd/versions/1.2.8p13.cre/share/check_mk/notifications/slack /opt/omd/versions/1.4.0p26.cre/share/check_mk/notifications/slack
$ chmod +x /opt/omd/versions/1.4.0p26.cre/share/check_mk/notifications/slack

Falls noch nicht vorhanden, müssen wir auch noch folgendes Paket installieren:

$ apt install python-requests

Nun taucht das Plugin wieder unter WATO → Notifications auf.

Check_MK Mattermost Slack

Fazit

Nach dem Upgrade läuft Check_MK wieder rund. Check_MK ist ein tolles Projekt und es hilft uns sehr unser Netzwerk, unsere Firewall und unsere Geräte im Blick zu behalten. So können wir oft Probleme erkennen, bevor jemand anderes sie bemerkt 🙂

Welche Software nutzt du zur Überwachung deiner IT-Infrastruktur?

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Ist Joplin eine ernsthafte Open Source Evernote Alternative? https://zefanjas.de/joplin-eine-ernsthafte-open-source-evernote-alternative/ https://zefanjas.de/joplin-eine-ernsthafte-open-source-evernote-alternative/#comments Sat, 17 Mar 2018 04:15:54 +0000 https://zefanjas.de/?p=2529 Viele kennen sicher Evernote oder OneNote – zwei ausgereifte Anwendungen zur Notizverwaltung mit vielen tollen Features. Ein Vorteil – speziell von Evernote – ist, dass es auf vielen Plattformen verfügbar ist. Selbst für Ubuntu gibt es einige nicht offizielle Programme, mit denen man seine Evernote-Notizen synchronisieren und bearbeiten kann. Allerdings haben OneNote wie auch Evernote den Nachteil, dass sie keine quell-offene Software sind und man nicht weiß, was genau mit den Daten passiert oder wie sie verarbeitet werden. Weiterhin erlaubt...

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Viele kennen sicher Evernote oder OneNote – zwei ausgereifte Anwendungen zur Notizverwaltung mit vielen tollen Features. Ein Vorteil – speziell von Evernote – ist, dass es auf vielen Plattformen verfügbar ist. Selbst für Ubuntu gibt es einige nicht offizielle Programme, mit denen man seine Evernote-Notizen synchronisieren und bearbeiten kann. Allerdings haben OneNote wie auch Evernote den Nachteil, dass sie keine quell-offene Software sind und man nicht weiß, was genau mit den Daten passiert oder wie sie verarbeitet werden. Weiterhin erlaubt Evernote in der kostenfreien Variante die Synchronisation nur auf 2 Geräten. Deshalb möchte ich heute Joplin als Evernote Alternative vorstellen.

(c) http://joplin.cozic.net/

Features

Joplin bietet viele Features, die man von einer Notizverwaltung erwartet. Hier ein Auszug:

  • Apps für Linux/macOS/Windows/Android/iOS und den Terminal (ja, es gibt auch eine CLI-Version :))
  • Ende-zu-Ende-Verschlüsselung
  • Synchronisation mit verschiedenen Diensten, darunter NextCloud, WebDAV und OneDrive. Dropbox ist geplant.
  • Import von Enex-Dateien (Evernote-Exportformat) und Markdown-Dateien.
  • Export von JEX-Dateien (Joplin Export Format) und Raw-Dateien.
  • Unterstützen Sie Notizen, To-Dos, Tags und Notebooks.
  • Sortierung der Notizen nach mehreren Kriterien – Titel, aktualisierte Zeit, etc.
  • Unterstützung von Alarmen (Benachrichtigungen) in mobilen und Desktop-Anwendungen.
  • Offline-Modus, die gesamten Daten sind auch ohne Internetverbindung immer auf dem Gerät verfügbar
  • Markdown Unterstützung, Bilder und und Formatierungen werden in Desktop- und mobilen Anwendungen angezeigt. Unterstützung für zusätzliche Funktionen wie Mathe-Notation und Checkboxen.
  • Unterstützung von Dateianhängen – Bilder werden angezeigt, andere Dateien werden verlinkt und können in der jeweiligen Anwendung geöffnet werden.
  • Suchfunktionalität
  • Geo-Location-Unterstützung
  • Unterstützt mehrere Sprachen

Was mir persönlich gut gefällt, ist die Möglichkeit die Notizen verschlüsselt zu synchronisieren und immer offline zur Verfügung zu haben – auf allen Geräten, die ich verwende. Weiterhin ist die Unterstützung für Markdown ein tolles Features!

Joplin installieren

Joplin wird sehr aktiv entwickelt. Die aktuelle Version findet man am auf der Webseite des Projekts. Dort findet man Links zu den Anwendungen für alle Plattformen. Für Linux wird ein AppImage angeboten. Damit man die Anwendung auch installieren kann, muss man nach dem Herunterladen noch die Rechte anpassen. Dazu öffnet man die Eigenschaften der Datei über das Kontextmenü („Rechts-Klick“) und aktiviert unter Zugriffsrecht „Datei als Programm ausführen“.

Joplin Installation

Schließlich installiert man die App mit einem Doppelklick.

Synchronisation einrichten

Die Einstellungen für die Synchronisation findet man unter Werkzeuge → Allgemeine Einstellungen. Dort legt man das Synchronisationsintervall fest, welcher Dienst genutzt werden soll, sowie den Benutzernamen und dass Passwort. Für die Synchronisation mit Nextcloud habe ich WebDav gewählt, weil ich mit der Option „Nextcloud“ es nicht geschafft habe in einen Unterordner in meiner Cloud zu syncen.

Joplin Synchronisation

Mit einem Klick auf „Check Synchronisation Configuration“ kann man überprüfen, ob die Einstellungen richtig sind. Die richtige WebDav-URL findet man in Nextcloud hier (siehe Bild, unten links auf das Zahnrad klicken):

Nextcloud WebDav

Dabei setzt sich die URL so zusammen: https://example.org/nextcloud/remote.php/webdav/Unterordner/

Ende-zu-Ende-Verschlüsselung in Joplin aktivieren

Standardmäßig werden Notizen und Notizbücher in Joplin unverschlüsselt gespeichert. Damit niemand (Cloud-Anbieter etc.) die Daten lesen kann, sollte man die Verschlüsselung in Joplin aktivieren. Dazu geht man wie folgt vor:

  1. Verschlüsselungseinstellungen öffnen (Werkzeuge → Verschlüsselungsoptionen)
  2. Verschlüsselung aktivieren und Master-Passwort eingeben
  3. In der App auf Synchronisieren klicken und warten bis der Sync fertig ist (NICHT abbrechen). Wenn man sehr viele Notizen hat, kann der Sync eine ganze Zeit dauern. Wie gesagt, nicht abbrechen.
  4. Wenn die Synchronisation fertig ist, nimmt man das nächste Gerät und startet dort die Synchronisation. Man muss das Master-Passwort eingeben. Danach noch einmal synchronisieren. Die Verschlüsselung ist nun aktiv.
  5. Schritt 4 für alle weiteren Geräte wiederholen.

Fazit

Ich nutze Joplin nun seit einigen Wochen und bin bisher sehr zufrieden damit. Die Synchronisationsmöglichkeiten (inkl. Verschlüsselung), die Offline- und Markdown-Unterstützung sind für mich die Killer-Features dieser App. Joplin ist ein Beispiel für eine weitere tolle Open Source App. Natürlich ist Joplin nicht die einzige Notizanwendungen, die es für Linux gibt, aber sieht bietet viele Features, die andere Apps nicht haben.

Welche Anwendung verwendest du um deinen Notizen zu verwalten?

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Teil 1: Installation – Wie man Koha installiert und für Schulen einrichtet https://zefanjas.de/wie-man-koha-installiert-und-fuer-schulen-einrichtet-teil-1/ https://zefanjas.de/wie-man-koha-installiert-und-fuer-schulen-einrichtet-teil-1/#comments Fri, 09 Mar 2018 10:41:22 +0000 https://zefanjas.de/?p=2439 Koha, ein integriertes Bibliothekssystem, ist eines der besten Open Source Projekte, das ich kenne. Wir verwenden es in unserer Schul- und Lehrmittelbibliothek. Weltweit wird es von vielen Schulen, Universitäten und natürlich Bibliotheken verwendet. Es bringt sehr viele Features mit und man kann es sehr flexibel konfigurieren und anpassen. Jedoch hat es einen Nachteil: Wenn man bisher wenig mit dem Bibliothekswesen zu tun hatte, ist der Einstieg recht steil, weniger in Koha, sondern in das bibliografische Datenformat MARC 21. Deshalb möchte...

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Koha, ein integriertes Bibliothekssystem, ist eines der besten Open Source Projekte, das ich kenne. Wir verwenden es in unserer Schul- und Lehrmittelbibliothek. Weltweit wird es von vielen Schulen, Universitäten und natürlich Bibliotheken verwendet. Es bringt sehr viele Features mit und man kann es sehr flexibel konfigurieren und anpassen. Jedoch hat es einen Nachteil: Wenn man bisher wenig mit dem Bibliothekswesen zu tun hatte, ist der Einstieg recht steil, weniger in Koha, sondern in das bibliografische Datenformat MARC 21. Deshalb möchte ich in dieser Artikelreihe zeigen, wie man Koha installiert und für Schulen einrichtet.

Dieser Artikel ist ein Teil einer Serie:

  1. Installation und Einrichtung einer ersten Bibliothek
  2. Das bibliografische Framework
  3. Grundeinstellungen
  4. Buchaufnahme
  5. Benutzerverwaltung und Ausleihkonditionen
  6. Mahnungen und Gebühren

Installation

Vorbereitungen

Koha ist eine Webanwendung für die wir einen Webserver brauchen.  Das kann ein eigener Rechner sein, eine virtuelle Maschine oder ein Linux-Container. Wir werden in diesem Beispiel ein LXD-Container mit Ubuntu 16.04 verwenden, es geht aber auch jeder andere Rechner mit Debian oder Ubuntu.

Zuerst fügen wir die Paketquellen und den zugehörigen Schlüssel für Koha hinzu:

$ echo deb http://debian.koha-community.org/koha stable main | sudo tee /etc/apt/sources.list.d/koha.list
$ wget -O- http://debian.koha-community.org/koha/gpg.asc | sudo apt-key add -

Danach müssen wir die Paketquellen einmal aktualisieren:

$ sudo apt update

Nun können wir Koha und den Datenbankserver installieren:

$ sudo apt install koha-common mariadb-server

Damit unser Datenbankserver sicherer wird, können wir mit folgendem Befehl einige Einstellungen ändern:

$ sudo mysql_secure_installation

Bis auf die erste Frage können alle Fragen können mit Ja („Y“) beantwortet werden. Es sollte unbedingt ein Root-Passwort festgelegt werden!

Bevor wir Koha einrichten, müssen wir ein paar grundlegende Einstellungen in der Datei /etc/koha/koha-sites.conf vornehmen. Es geht um die Festlegung der Domain unter welcher Koha und der OPAC (die Website für die Benutzer) später erreichbar ist. Sie setzt sich dabei wie folgt zusammen:

  • OPAC: bibliothek.domain.tld
  • Koha-Intranet: bibliothek-intra.domain.tld

Dazu öffnen wir die Datei und ändern folgende Parameter:

  • DOMAIN – hier tragen wir die Haupt-Domain ein, z.B. „.meine-schule.org“
  • INTRASUFFIX – standardmäßig „-intra“, z.B. bibliothek-intra.meine-schule.org

$ sudo nano /etc/koha/koha-sites.conf

Danach aktivieren wir noch einige Webserver-Module, damit Koha später erreichbar ist:

$ sudo a2enmod rewrite
$ sudo a2enmod cgi
$ sudo service apache2 restart

Deutsches Sprachpaket installieren

Das deutsche Sprachpaket können wir so installieren:

$ sudo koha-translate --install de-DE

Später ist sowohl der Webinstaller als auch Koha in Deutsch verfügbar.

Bibliotheksinstanz erstellen

Mit Koha können wir mehrere Bibliotheken erstellen und verwalten. Bisher existiert aber noch keine, deshalb müssen wir erst einmal eine erstellen.

$ sudo koha-create --create-db bibliothek

Soll Koha später unter bibliothek.meine-schule.org erreichbar sein, müssen wir bibliothek als Bibliotheksnamen verwenden.

Als nächsten aktivieren noch die neue Konfiguration für den Webserver und starten ihn neu:

$ sudo a2enmod deflate
$ sudo a2ensite bibliothek
$ sudo service apache2 restart

Damit wir den Webinstaller erreichen können müssen wir die IP und den Domainnamen entweder in unseren DNS-Server eintragen oder lokal in die hosts-Datei. In Ubuntu befindet sie sich unter /etc/hosts. Die IP findet man z.B. mit ifconfig heraus.

$ sudo nano /etc/hosts
...
10.97.127.207 bibliothek.meine-schule.org
10.97.127.207 bibliothek-intra.meine-schule.org
...

Koha einrichten

Grundinstallation

Unter http://bibliothek-intra.meine-schule.org erreichen wir den Webinstaller.

koha webinstaller step 1

Der Benutzer ist koha_bibliotheksname. Das Passwort erhalten wir mit folgendem Befehl (bibliotheksname anpassen!):

$ sudo xmlstarlet sel -t -v 'yazgfs/config/pass' /etc/koha/sites/bibliotheksname/koha-conf.xml;echo

Im nächsten Schritt können wir dann die Sprache auswählen:

koha sprache

In den nächsten Schritten werden Abhängigkeiten geprüft, z.B. ob alle Perl-Module vorhanden sind, die Datenbanktabellen eingerichtet und ein MARC-Format muss ausgewählt werden (MARC21 ist der Standard). Dann kommt eine längere Seite auf der wir die Datenbank mit verschiedenen Vorlagen und Beispieldaten befüllen können. Hier muss jeder für sich entscheiden, was er alles in der Datenbank haben möchte. Wir wählen zu den bereits markierten Punkte noch folgende hinzu:

  • Bibliographisches Standard-Framework für MARC21
  • „FA“, ein MARC21-Framework (Erfassungsmaske) für Schnellaufnahmen und Fernleihtitel
  • Beispiele für die Auswahllisten der verschiedenen normierten Werte (Verloren, Beschädigt, Sammlung, Standort etc.) …
  • Nützliche Benutzerattribute

Koha Grundeinstellungen

Damit ist die Grundinstallation abgeschlossen.

Bibliothek und erste Einstellungen einrichten

Nun werden wir gefragt, wie unsere Bibliothek heißen soll. Dazu legen wir ein Kürzel fest (kann später nicht geändert werden) und vergeben einen Namen. Wir nennen sie hier im Beispiel Schulbibliothek.

Koha Bibliothek anlegen

Als nächstes erstellen wir einen ersten Benutzertypen. Das Admin-Konto, welches wir gleich anlegen, verwendet diesen Benutzertyp. Wieder müssen wir ein Kürzel bzw. Code für die Kategorie vergeben („MA„) , eine Beschreibung und die Dauer der Mitgliedschaft. Letztere legt fest, wann ein Benutzerkonto in dieser Kategorie abläuft.

Koha Benutzertyp

Nachdem der Benutzertyp angelegt ist, erstellen wir den Administrator. Dieser Benutzer hat „Superlibraian„-Rechte. Alle Felder müssen ausgefüllt werden.

Koha Admin

Nun legen wir einen ersten Medientyp fest. Das können Bücher, CDs, DVDs, Karten usw. sein. Wieder brauchen wir ein Code, der später nicht geändert werden kann, und einen Beschreibung:

Koha Medientyp

Zuletzt legen wir die Ausleihkonditionen für den eben erstellten Medientyp fest. Die Einstellungen sind sehr flexibel. Man kann die Leihfrist einstellen oder für welche Bibliothek oder Benutzertyp die Regel gelten soll. Wir können die Regeln später noch ändern.

Koha Ausleihkonditionen

Damit ist die Grundinstallation von Koha und unserer ersten Bibliothek abgeschlossen! Unter http://bibliothek-intra.meine-schule.org können wir uns nun mit unserem Admin-Konto anmelden und haben damit Zugriff auf die Administrationsseite von Koha. Dort nehmen wir alle weiteren Einstellungen vor, verleihen Bücher oder nehmen sie wieder zurück.

Fazit

Wir haben nun eine funktionieren Koha-Installation und eine erste Bibliothek. Trotzdem sind viele weitere Einstellungen nötig, bevor wir die ersten Medien in Koha aufnehmen können. Dies möchte ich in den kommenden Artikeln dieser Serie aufzeigen.

 

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