.:zefanjas:. https://zefanjas.de open source, web, education Mon, 12 Nov 2018 23:21:01 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=4.9.8 https://zefanjas.de/wp-content/uploads/2016/12/cropped-zefanjas_new-32x32.png .:zefanjas:. https://zefanjas.de 32 32 Stumm schalten, Maus und primärer Bildschirm – Tipps für die Kommandozeile https://zefanjas.de/tipps-fuer-die-kommandozeile/ https://zefanjas.de/tipps-fuer-die-kommandozeile/#respond Mon, 12 Nov 2018 23:21:01 +0000 https://zefanjas.de/?p=2788 Letzte Woche kam ein Kollege auf mich zu, der ein paar individuelle Anpassungen für seinen Rechner im Klassenraum haben wollte. Es waren alles Dinge, die man recht schnell in den Systemeinstellungen einstellen konnte, doch wenn man das nach jedem Start machen muss, stört es schon. Es musste also eine Lösung her, wie man diese Dinge über die Kommandozeile lösen kann, damit wir die gewünschten Änderungen in ein Skript packen können, welches dann bei Anmelden ausgeführt wird. Deshalb hier ein paar...

Weiterlesen Weiterlesen

Der Beitrag Stumm schalten, Maus und primärer Bildschirm – Tipps für die Kommandozeile erschien zuerst auf .:zefanjas:..

]]>
Letzte Woche kam ein Kollege auf mich zu, der ein paar individuelle Anpassungen für seinen Rechner im Klassenraum haben wollte. Es waren alles Dinge, die man recht schnell in den Systemeinstellungen einstellen konnte, doch wenn man das nach jedem Start machen muss, stört es schon. Es musste also eine Lösung her, wie man diese Dinge über die Kommandozeile lösen kann, damit wir die gewünschten Änderungen in ein Skript packen können, welches dann bei Anmelden ausgeführt wird. Deshalb hier ein paar kleine Tipps für die Kommandozeile.

Ton anschalten / stumm schalten

In unserem Ubuntu-Image ist der Ton standardmäßig stumm geschaltet. Das macht in den meisten Fällen sind, v.a. im Computerraum. In manchen Räumen, z.B. im Musikraum oder auch allgemein an den Lehrkraftrechnern, wäre es benutzerfreundlicher, wenn der Ton automatisch angeschaltet wird. Das geht mit folgendem Befehl:

# Ton anschalten
$ pactl set-sink-mute 0 0

Möchte man den Ton wieder stumm schalten, muss die letzte Null durch eine „1“ ersetzt werden:

# Ton stumm schalten
$ pactl set-sink-mute 0 1

Primären Bildschirm festlegen

In den meisten Räumen haben standardmäßig den Bildschirm gespiegelt, sobald ein Beamer oder Bildschirm über den HDMI-Switch angeschlossen wird. Im konkreten Fall nutzt der Kollege den Rechner in „seinem“ Raum mehr oder weniger allein und er wollte gern ein Setup mit einem erweiterten Bildschirm. Ubuntu platziert allerdings den Launcher / Starter standardmäßig auf dem Bildschirm mit der größeren Auflösung. Hier brauchten wir eine Lösung, wie man den primären Bildschirm per Kommandozeile umstellen kann, sodass der Hauptbildschirm der Bildschirm am Lehrertisch ist. Das lässt sich leicht mit xrandr lösen.

$ xrandr --output DVI-0 --primary

DVI-0 ist der Ausgang, an dem der Bildschirm auf dem Lehrertisch hängt. Über xrandr -q kann man sich alle verfügbaren Anschlüsse anzeigen lassen.

Mauszeiger Geschwindigkeit einstellen

Eigentlich geht es weniger um die Geschwindigkeit, als um die Beschleunigung des Mauszeigers. Wie man kann man die Geschwindigkeit des Mauszeigers per Kommandozeile einstellen? Es gibt verschiedene Wege z.B. mit xset oder xinput. Wir haben uns über den Weg mit xinput entschieden. Allgemein kann man die Eigenschaften eines Eingabegerätes wie folgt einstellen:

$ xinput --set-prop Geräte-ID Eigenschafts-ID Wert

Die Geräte-ID bekommen wir, indem wir xinput ohne Parameter oder mit --list ausführen. Hier im Beispiel ist eine kabellose Maus angeschlossen.

Mauszeiger Geschwindigkeit

Als nächstes brauchen wir noch die richtige Eigenschaft-ID. Diese bekommen wir über folgenden Befehl heraus („9“ ist unsere Geräte-ID):

$ xinput --list-props 9

Maus Beschleunigung

Um die Beschleunigung der Maus einzustellen, müssen wir den Wert bei Accel Speed (Eigenschaft-ID ist 290) verändern. Es sind Werte zwischen -1 und +1 zugelassen. Um z.B. die Mausbeschleunigung zu verlangsamen, können wir das mit diesem Befehl tun:

$ xinput --set-prop 9 290 -1

Fazit

Alle diese kleinen Änderungen haben wir in ein Skript gepackt und dann per Postsync an den entsprechenden Rechner verteilt. Diese Flexibilität, die Ubuntu oder in unserem Fall linuxmuster.net bietet, ist eines der Hauptargumente, warum wir es einsetzen.

Welche netten und nützlichen Tipps für die Kommandozeile kennst du?

Kommentar hinzufügen

Der Beitrag Stumm schalten, Maus und primärer Bildschirm – Tipps für die Kommandozeile erschien zuerst auf .:zefanjas:..

]]>
https://zefanjas.de/tipps-fuer-die-kommandozeile/feed/ 0
Wie man Bildschirme automatisch spiegelt, wenn ein HDMI-Kabel eingesteckt wird https://zefanjas.de/bildschirme-automatisch-spiegeln-hdmi/ https://zefanjas.de/bildschirme-automatisch-spiegeln-hdmi/#comments Tue, 30 Oct 2018 12:55:47 +0000 https://zefanjas.de/?p=2775 In unserer Schule haben wir einige Rechner, an denen ein Beamer fest angeschlossen ist. Der Beamer wiederum hängt an einem HDMI-Switch, damit man bequem zwischen verschiedenen Eingängen umschalten kann, z.B. eigener Laptop oder Dokumentenkamera. Ubuntu erweitert standardmäßig den Desktop, wenn man einen Bildschirm anschließt. In unserer Situation wollen wir aber etwas anderes. Der Desktop des Rechners sollte ebenfalls am Beamer gezeigt werden. Es gibt verschiedene Wege, wie man Bildschirme automatisch spiegelt, wenn ein HDMI-Kabel eingesteckt wird. Ich möchte beschreiben, wie...

Weiterlesen Weiterlesen

Der Beitrag Wie man Bildschirme automatisch spiegelt, wenn ein HDMI-Kabel eingesteckt wird erschien zuerst auf .:zefanjas:..

]]>
In unserer Schule haben wir einige Rechner, an denen ein Beamer fest angeschlossen ist. Der Beamer wiederum hängt an einem HDMI-Switch, damit man bequem zwischen verschiedenen Eingängen umschalten kann, z.B. eigener Laptop oder Dokumentenkamera. Ubuntu erweitert standardmäßig den Desktop, wenn man einen Bildschirm anschließt. In unserer Situation wollen wir aber etwas anderes. Der Desktop des Rechners sollte ebenfalls am Beamer gezeigt werden. Es gibt verschiedene Wege, wie man Bildschirme automatisch spiegelt, wenn ein HDMI-Kabel eingesteckt wird. Ich möchte beschreiben, wie man udev verwenden kann, um dieses Problem zu lösen.

Bildschirme automatisch spiegeln

Potenzielle Möglichkeiten

Es gibt verschiedene Stellen, an denen man ansetzen kann, um Bildschirme zu spiegeln. Einige möchte ich kurz auflisten:

  • keine Automatisierung. Der Benutzer (in unserem Fall die Lehrkaft) muss sich nach jeder Anmeldung selbst den Bildschirm so einstellen, wie er/sie es haben will.
  • Symbol auf dem Desktop. Eine weitere Möglichkeit wäre, dass man ein Skript erstellt, welches den Bildschirm spiegelt und eine Verknüpfung auf den Desktop legt. Mit einem Klick könnte man dann die Bildschirme spiegeln.
  • Autostart eines Skripts nach dem Anmelden. Das war bisher unsere Lösung. Ein kleines Skript spiegelt die Bildschirme nach der Anmeldung des Benutzers.
  • LightDM / GDM so konfigurieren, dass es schon beim Anmeldeschirm die Bildschirme spiegelt
  • In Gnome3 / Unity kann man auch die monitor.xml verwenden, um Bildschirmkonfigurationen zu speichern.
  • Ein Skript, was überprüft, ob ein Bildschirm angeschlossen ist oder nicht und entsprechend die Bildschirme spiegelt, auch im laufenden Betrieb.

Die meisten Möglichkeiten hier lösen das Problem, dass die Bildschirme nach dem Anmelden / beim Anmelden gespiegelt sind. Bei uns trat aber zusätzlich das Problem auf, dass die Bildschirmeinstellungen zurückgesetzt wurden, sobald man ein eigenes Gerät eingesteckt oder eine andere Quelle am HDMI-Switch ausgewählt hatte. Wenn man dann zurückgeschaltet hat, war der Desktop wieder erweitert, statt gespiegelt.

Daraus folgt die Frage: Gibt es eine Möglichkeit, eine Aktion auszulösen, sobald ein HDMI-Kabel eingesteckt oder abgezogen (physisch oder über den HDMI-Switch) wird?

udev

Ja! udev ist ein Hintergrunddienst, der sich genau darum kümmert. Er kümmert sich um alle Einträge unterhalb von /dev/, d.h. Festplatten, externe Medien, USB-Geräte und auch Grafikkarten. Wenn ein Kabel angesteckt oder abgezogen wird, löst udev ein Ereignis („Event“) aus, auf das man mit Hilfe einer udev-Regel reagieren kann. Bevor wir jedoch so eine Regel erstellen, wollen wir uns anschauen, was passiert, wenn ein Kabel eingesteckt oder abgezogen wird. Dazu können wir das udev-Management-Tool (udevadm) verwenden.

$ udevadm monitor --environment --udev

Wenn wir jetzt das HDMI-Kabel einstecken oder abziehen, bekommen wir folgende Ausgabe:

UDEV  [2247.166677] change   /devices/pci0000:00/0000:00:02.0/drm/card0 (drm)
ACTION=change
DEVNAME=/dev/dri/card0
DEVPATH=/devices/pci0000:00/0000:00:02.0/drm/card0
DEVTYPE=drm_minor
HOTPLUG=1
ID_FOR_SEAT=drm-pci-0000_00_02_0
ID_PATH=pci-0000:00:02.0
ID_PATH_TAG=pci-0000_00_02_0
MAJOR=226
MINOR=0
SEQNUM=2120
SUBSYSTEM=drm
TAGS=:seat:master-of-seat:uaccess:
USEC_INITIALIZED=15405142

udev sagt uns hier, um welches Gerät es sich handelt („card0“), welche Aktion ausgelöst wurde („CHANGE“) und welches Subsystem betroffen ist („DRM“). Diese Angaben brauchen wir gleich für unsere udev-Regel. Diese erstellen wir unter /etc/udev/rules.d/95-hotplug-hdmi.rules:

$ nano /etc/udev/rules.d/95-hotplug-hdmi.rules

Dort fügen wir folgende Zeile ein:

ACTION=="change", SUBSYSTEM=="drm", RUN+="/bin/bash /usr/sbin/setHDMIStatus"

Wir reagieren also auf ein „change“ Ereignis im Subsystem „drm“ und wollen, falls dieses Event eintritt das Skript „/usr/sbin/setHDMIStatus“ ausführen. Das Skript schreibt den aktuellen Status in eine Datei. Es kann auch irgendetwas anderes in die Datei geschrieben werden, Hauptsache, die Datei verändert sich, wenn der Status sich ändert. Warum werden wir gleich noch sehen. Das Skript setHDMIStatus hat folgenden Inhalt (Benutzernamen anpassen, im Falle von linuxmuster.net kann man den Account des Vorlagenbenutzers bzw. lokalen Admins nehmen):

#!/bin/bash

STATUS="$(/bin/cat /sys/class/drm/card0-DVI-D-1/status)"
/bin/echo $STATUS > /home/user/.hdmi_status

/sys/class/drm/card0-DVI-D-1/status ist der Pfad zum Status unseres HDMI-Anschlusses. In diesem Fall ist es ein DVI-Anschluss.

Hinweis: Das Skript ist ein Workaround, da zum Zeitpunkt des udev-Ereignisses xrandr den Status disconnected liefert, obwohl das Kabel angeschlossen war.

inotify

Bis jetzt haben wir lediglich erreicht, dass der Status (connected, disconnected) in eine Datei geschrieben wird. Wir wollen jetzt diese Datei auf Änderungen überwachen und je nach Status die Bildschirme spiegeln. Dazu erstellen wir folgendes Skript (z.B. mit dem Namen /usr/sbin/mirrorDisplays):

#!/bin/bash

HDMI_STATUS=/home/user/.hdmi_status
PROJECTOR=/sys/class/drm/card0-DVI-D-1/status
touch $HDMI_STATUS
dmode="$(cat $PROJECTOR)"

function mirror {
    xrandr --output DVI1 --mode "1280x1024" --same-as VGA1 --output VGA1 --mode "1280x1024"
}

#Initial Login (Spiegeln beim Anmelden)
if [ "${dmode}" = connected ];then
    mirror
fi

# watch HDMI connected status and setup screens
while inotifywait -q -e modify,create,delete,open,close,close_write,access $HDMI_STATUS &> /dev/null;
dmode="$(cat $PROJECTOR)"
do
    if [ "${dmode}" = connected ];then
     sleep .5s
     mirror
    fi
done

Damit das Skript auch funktioniert, müssen die inotify-tools installiert sein und das Skript ausführbar gemacht werden.

$ sudo apt install inotify-tools
$ sudo chmod +x /usr/sbin/mirrorDisplays

Das Skript überwacht unserer angelegte Datei (/home/user/.hdmi_status) und löst, wenn ein HDMI-Kabel angeschlossen ist, den xrandr-Befehl zum Spiegeln der Bildschirme aus.

Autostart

Nun muss das Skript nur noch als Startprogramm festgelegt werden, damit es bei der Anmeldung mit gestartet wird.

Autostart einrichten

 

Fazit

Wir nutzen dieses Setup nun für alle unsere Rechner, an denen ein Beamer hängt. Da wir dank linuxmuster.net nur ein einziges Ubuntu-Image für alle unsere Rechner verwenden, verteilen wir die oben aufgeführten Skripte per postsync an die entsprechenden Rechner.

Bisher funktioniert alles recht zuverlässig, auch wenn wir weiterhin auf der Suche nach einer Lösung sind, die noch etwas universeller ist und keinen Umweg mit einer extra Datei braucht. Wer einen Vorschlag hat, nur her damit 🙂

 

 

4 Kommentare

Der Beitrag Wie man Bildschirme automatisch spiegelt, wenn ein HDMI-Kabel eingesteckt wird erschien zuerst auf .:zefanjas:..

]]>
https://zefanjas.de/bildschirme-automatisch-spiegeln-hdmi/feed/ 4
OpenBoard – App des Monats https://zefanjas.de/openboard-app-des-monats/ https://zefanjas.de/openboard-app-des-monats/#comments Tue, 23 Oct 2018 07:16:00 +0000 https://zefanjas.de/?p=2769 In unserer Schule haben wir einige wenige interaktive Whiteboards, die wir natürlich auch gern unter Ubuntu verwenden wollen. Als Software verwenden wir OpenBoard. Vor einiger Zeit hatte ich bereits einen Artikel zur Einrichtung und Integration von OpenBoard in unsere Schulserverlösung linuxmuster.net geschrieben. Die Software hat seitdem einige Updates erfahren. Für mich ist OpenBoard eine weitere unerlässliche Software für den Einsatz in der Schule. OpenBoard kann auch gut verwendet werden, wenn man keine interaktiven Whiteboards hat. Installation von OpenBoard OpenBoard kann...

Weiterlesen Weiterlesen

Der Beitrag OpenBoard – App des Monats erschien zuerst auf .:zefanjas:..

]]>
In unserer Schule haben wir einige wenige interaktive Whiteboards, die wir natürlich auch gern unter Ubuntu verwenden wollen. Als Software verwenden wir OpenBoard. Vor einiger Zeit hatte ich bereits einen Artikel zur Einrichtung und Integration von OpenBoard in unsere Schulserverlösung linuxmuster.net geschrieben. Die Software hat seitdem einige Updates erfahren. Für mich ist OpenBoard eine weitere unerlässliche Software für den Einsatz in der Schule. OpenBoard kann auch gut verwendet werden, wenn man keine interaktiven Whiteboards hat.

Installation von OpenBoard

OpenBoard kann man direkt von der Website herunterladen und installieren. Leider gibt es derzeit nur eine Version für Ubuntu 16.04 und noch nicht für 18.04. Nach dem Download kann man OpenBoard wie folgt installieren:

$ wget https://github.com/OpenBoard-org/OpenBoard/releases/download/v1.4.1/openboard_ubuntu_16.04_1.4.1_amd64.deb
$ sudo dpkg -i openboard_ubuntu_16.04_1.4.1_amd64.deb

Features

Einfach zu benutzen

OpenBoard bietet eine übersichtliche Oberfläche, in der man sich schnell zurechtfindet. Am unteren Bildschirmrand findet man die verschiedenen Werkzeuge, wie z.B. Stift, Textmarker, Laserpointer etc. Am oberen Rand kann man die Farbe, die Linienstärke einstellen oder auch fortgeschrittene Einstellungen zu den Seiten und dem Seitenhintergrund vornehmen. Auf der rechten Seite kann man sich bei Bedarf die Bibliothek (Bilder, Sounds, Videos, …) einblenden lassen.

OpenBoard Oberfläche

Mini-Anwendungen

OpenBoard stellt einige Mini-Anwendungen bereit, die teilweise sehr praktisch sind. Es gibt Widgets für Uhren, Countdowns, OpenStreetMap, Google Maps, Taschenrechner, Lineale usw. Zusätzlich stehen auch noch kleine interaktive Anwendungen wie Würfel, Magic Box etc. bereit. Diese lassen sich jeweils einzeln konfigurieren und so gut in den eigenen Unterricht integrieren.

OpenBoard Widgets

Podcast / Screencast Modus

Seit Version 1.4 gibt es den Podcast bzw. Screencast Modus auch in der Linux-Version. Damit kann man seinen Unterricht bzw. Präsentation aufnehmen (mit und ohne Ton). Wenn man möchte, kann OpenBoard dieses Video dann direkt auf Youtube oder im eigenen Netz veröffentlichen. Dieses Feature ist sicher für einige interessant, denn es bietet ganz neue Möglichkeiten eine Unterrichtsstunde oder Ausschnitte anderen Personen zur Verfügung zu stellen.

Weitere Features

  • Unterschiedliche Hintergründe für Seiten einstellbar (z.B. Kästchen oder Linien)
  • Videos, Audio-Dateien können eingebunden werden
  • Integrierte Webbildersuche
  • Dokumenten-Management, um die einzelnen Seiten und Dokumente zu organisieren

Fazit

Wer einen Bildschirm, einen Beamer oder sogar ein interaktives Whiteboard in seinem Klassenzimmer hat, bekommt mit OpenBoard eine tolle Software an die Hand, die einfach zu verwenden ist. Sie bietet viele Erweiterungen und Gestaltungsmöglichkeiten an, sodass der Kreativität nur wenig Grenzen gesetzt sind.

Titelbild © openboard.ch

2 Kommentare

Der Beitrag OpenBoard – App des Monats erschien zuerst auf .:zefanjas:..

]]>
https://zefanjas.de/openboard-app-des-monats/feed/ 2
Neue Features in Joplin https://zefanjas.de/neue-features-in-joplin/ https://zefanjas.de/neue-features-in-joplin/#comments Sat, 20 Oct 2018 06:55:13 +0000 https://zefanjas.de/?p=2758 Seit einigen Monaten verwende ich nun Joplin und ich bin sehr zufrieden damit. Für alle, die eine Alternative zu Evernote oder einem anderen Notizprogramm suchen, sind wahrscheinlich in den meisten Fällen mit dieser Open Source Lösung gut bedient. Im letzten halben Jahr sind einige neue Features in Joplin dazugekommen und viele Bugs wurden gefixt. Einige dieser Neuheiten möchte ich heute kurz vorstellen. Die grundsätzliche Installation, sowie das Einrichten einer verschlüsselten Synchronisierung, habe ich bereits in meinem letzten Artikel beschrieben. Neue...

Weiterlesen Weiterlesen

Der Beitrag Neue Features in Joplin erschien zuerst auf .:zefanjas:..

]]>
Seit einigen Monaten verwende ich nun Joplin und ich bin sehr zufrieden damit. Für alle, die eine Alternative zu Evernote oder einem anderen Notizprogramm suchen, sind wahrscheinlich in den meisten Fällen mit dieser Open Source Lösung gut bedient. Im letzten halben Jahr sind einige neue Features in Joplin dazugekommen und viele Bugs wurden gefixt. Einige dieser Neuheiten möchte ich heute kurz vorstellen. Die grundsätzliche Installation, sowie das Einrichten einer verschlüsselten Synchronisierung, habe ich bereits in meinem letzten Artikel beschrieben.

Neue Features in Joplin

Subnotebooks

Auf dieses Feature hatte ich persönlich schon lange gewartet und bald wäre ich zu einer anderen Lösung gewechselt. Sobald man mehr als ein paar Notizen verwalten möchte, sind Subnotebooks unerlässlich. Ein Subnotebook kann sehr einfach erstellt werden. Man muss nur ein Notizbuch auf ein anderes ziehen – schon wird es Unter-Notizbuch eingerichtet.

joplin subnotebook

Dateianhänge

Dateien jeglicher Art lassen sich nun in Notizen einfügen. Dazu reicht es, wenn man die Datei in eine Notiz zieht. Bei Bildern wird i.d.R. eine Vorschau angezeigt, bei allen anderen Dateien ein Link eingefügt. Die Anhänge, auch Ressourcen genannt, werden mit synchronisiert und können dann auf einem anderen Gerät geöffnet werden.

Joplin Dateianhänge

Checkboxen

In Joplin kann man sich sehr leicht eine To-Do Liste erstellen. Möglich ist es dadurch, dass Joplin Markdown als Notizensyntax verwendet (HTML geht übrigens auch). So kann man mit „- [ ]“ eine Checkbox erstellen.

Joplin Todo

Es sind übrigens nicht nur Checkboxen möglich, sondern auch komplexere Dinge wie z.B. mathematische Formeln.

Tray-Icon

Seit einigen Version bringt Joplin ein Tray-Icon mit, d.h. man hat nun die Möglichkeit das Anwendungsfenster zu schließen ohne Joplin an sich zu schließen. Ich mag dieses Feature sehr, da ich in der Regel nur Anwendungen geöffnet habe, die ich aktuell auch verwende. Was ich nicht verwende wird geschlossen oder falls möglich in den Tray bzw. das obere Panel geschickt 🙂

Joplin Tray

Portable Version

Ich brauche das zwar nicht, aber mittlerweile gibt es auch eine portable Version von Joplin für Windows. Damit kann man die direkt von einem USB-Stick nutzen ohne sie zu installieren. Hier der Download-Link.

Fazit

Seit diesem Schuljahr verwende ich Joplin u.a. zur Unterrichtsvorbereitung. Ich war gespannt, wie gut die Synchronisation (v.a. der Anhänge) zu meinem mobilen Client funktioniert. Bisher gab es keine Probleme und es ist toll seine Notizen überall dabei zu haben. Joplin kann ich nur meine wärmste Empfehlung aussprechen!

Welches Features gefällt dir besonders an Joplin?

 

2 Kommentare

Der Beitrag Neue Features in Joplin erschien zuerst auf .:zefanjas:..

]]>
https://zefanjas.de/neue-features-in-joplin/feed/ 2
Welche Linux-Distributionen sind für Schulen geeignet? https://zefanjas.de/welche-linux-distributionen-sind-fuer-schulen-geeignet/ https://zefanjas.de/welche-linux-distributionen-sind-fuer-schulen-geeignet/#comments Wed, 17 Oct 2018 23:01:40 +0000 https://zefanjas.de/?p=2751 Zur Zeit verwenden wir Ubuntu 16.04 mit Unity in unserer Schule und sind größtenteils zufrieden damit. Im kommenden Jahr wollen wir (im Zusammenhang mit dem Upgrade auf linuxmuster.net v7) auch den Linux-Client aktualisieren. Da Unity standardmäßig nicht mehr Bestandteil von Ubuntu 18.04 ist, stellt sich uns die Frage, ob wir nicht noch mal grundsätzlich Gedanken machen. Ich möchte deshalb anhand verschiedener Punkte die Frage beantworten: „Welche Linux-Distributionen sind für Schulen geeignet“? Anforderungen an eine Linux-Distribution in der Schule Allgemein sehen...

Weiterlesen Weiterlesen

Der Beitrag Welche Linux-Distributionen sind für Schulen geeignet? erschien zuerst auf .:zefanjas:..

]]>
Zur Zeit verwenden wir Ubuntu 16.04 mit Unity in unserer Schule und sind größtenteils zufrieden damit. Im kommenden Jahr wollen wir (im Zusammenhang mit dem Upgrade auf linuxmuster.net v7) auch den Linux-Client aktualisieren. Da Unity standardmäßig nicht mehr Bestandteil von Ubuntu 18.04 ist, stellt sich uns die Frage, ob wir nicht noch mal grundsätzlich Gedanken machen. Ich möchte deshalb anhand verschiedener Punkte die Frage beantworten: „Welche Linux-Distributionen sind für Schulen geeignet“?

Anforderungen an eine Linux-Distribution in der Schule

Allgemein sehen die Zeiten für Linux auf dem Desktop nicht gerade rosig aus. Die Innovation findet derzeit v.a. im Serverbereich statt und speziell Ubuntu auf dem Desktop hat sich in den letzten Jahren kaum weiterentwickelt. Gnome3 ist auch nicht gerade ein unumstrittener Desktop, im KDE-Lager kenne ich mich zu wenig aus, aber viel Innovatives und Kontinuierliches gab es da aus der Ferne betrachtet auch nicht.

Aber zurück zu unseren Anforderungen. Aus meiner Sicht sind folgende Punkte wichtig, wenn man Linux in der Schule einsetzen möchte:

  • Stabilität
  • einfache Wartung & lange Supportzeiträume (Stichwort LTS)
  • geringe Hardwareanforderungen
  • einfache Bedienbarkeit
  • modernes & hübsches Aussehen 🙂

Stabilität

Stabilität ist in meinem Augen das A&O. Eine Linux-Distribution, die nicht stabil läuft und immer wieder Probleme macht, wird kaum Akzeptanz finden. Als Administrator wird man auch keine Freude damit haben. Deshalb sollte die Distribution möglichst eine große Nutzerbasis haben und weit verbreitet sein. Niemand braucht einen Linux-Desktop in der Schule, der nur von wenigen Entwicklern gepflegt wird.

Einfache Wartung & lange Supportzeiträume

Dieser Punkt hängt auch mit dem ersten zusammen. Wenn eine Distribution stabil läuft, entlastet mich das als Administrator. Lange Supportzeiträume bei LTS-Versionen sorgen dafür, dass ich nicht alle 6 Monate ein Upgrade durchführen muss. Aus diesem Grund fallen für mich eigentlich alle sogenannten „Rolling-Releases“ raus. Klar hat man dadurch nicht immer die aktuellste Software, aber das ist i.d.R. in einer Schule nicht ganz so wichtig. Am besten ist es, wenn eine große Gruppe an Entwicklern oder eine Firma hinter der Distribution steckt, um die Weiterentwicklung zu gewährleisten.

Geringe Hardwareanforderungen

Je nach Ausstattung der Schule, spielt das auch eine Rolle. Wir verwenden zum Teil noch Hardware, die schon mehr als 6-8 Jahre alt ist. Da ist es wichtig, dass unsere Linux-Distribution nicht zu hohe Hardwareanforderungen hat. Am besten sollte sie mit 2GB (max 4GB) Arbeitsspeicher klarkommen. Das Problem heutzutage ist, dass Browser wir Firefox oder Chromium sehr große Mengen an Arbeitsspeicher brauchen, wenn man mehr als 2 Tabs einer größeren Webanwendung (Youtube etc.) geöffnet hat. Es spielt also nicht nur die Wahl der Desktopumgebung eine Rolle, sondern auch die Wahl der eingesetzten Software.

Einfache Bedienbarkeit

De ausgewählte Linux-Distribution sollte einfach zu bedienen sein. Was heißt das genau? Es gibt viele verschiedene Desktopumgebungen, die sich alle mehr oder weniger stark voneinander unterscheiden in ihrem Konzept und Bedienbarkeit. Schüler haben in der Regel weniger ein Problem, wenn man ihnen eine ungewohnte Umgebung vorsetzt. Am meisten Schwierigkeiten haben die Kollegen, die nur Windows kennen und oft nicht bereit sind, sich auf etwas anderes einzulassen. Hier muss man gut abwägen. Nehme ich eine Umgebung, die sich eher an dem Windows-Bedienkonzept orientiert, um den Umstieg zu erleichtern oder setze ich auf eine komplett andere Umgebung (Unity, Gnome3, …)? Wie auch immer die Wahl ausfällt, sollte man den Kollegen genug Hilfen der Fortbildungen zur Verfügung stellen, damit der Umstieg gelingt. Wenn der Desktop sich dazu (sehr) einfach bedienen lässt, ist das natürlich super. Die Frage ist – gibt es diesen Linux-Desktop?

Modernes & hübsches Aussehen

Dieser Punkt steht natürlich nicht ohne Grund am Ende, aber ich finde es durchaus wichtig, dass ein Linuxdesktop heutzutage auch modern und hübsch aussehen sollte. Niemand braucht einen altbackenen Desktop – es sollte auch was für’s Auge dabei sein.

Welche Linux-Distributionen kommen in Frage?

Innerhalb der nächsten Wochen und Monaten möchte ich mir einige Distributionen anschauen und auf ihre Tauglichkeit anhand der oben genannten Punkte testen. Dabei kommen für mich die Folgenden in Frage:

Alle diese Distributionen haben einen Ubuntu-Unterbau. Der Grund dafür ist, dass die Anbindung an den linuxmuster.net Server möglichst problemlos sein soll.

Welche anderen Entscheidungskriterien und Distributionen würdest du noch mit in Betracht ziehen?

14 Kommentare

Der Beitrag Welche Linux-Distributionen sind für Schulen geeignet? erschien zuerst auf .:zefanjas:..

]]>
https://zefanjas.de/welche-linux-distributionen-sind-fuer-schulen-geeignet/feed/ 14
linuxmuster.net v7 – erster Blick auf das neue Webinterface https://zefanjas.de/linuxmuster-net-v7-erster-blick-auf-das-neue-webinterface/ https://zefanjas.de/linuxmuster-net-v7-erster-blick-auf-das-neue-webinterface/#comments Mon, 15 Oct 2018 23:20:55 +0000 https://zefanjas.de/?p=2425 Schon seit einiger Zeit arbeiten die Entwickler an der neuen Version 7 von linuxmuster.net. Diese Version wird einige Neuerungen mit sich bringen und vielleicht eines der wichtigsten Releases in der Geschichte des Projekts sein. Ubuntu wird auf die LTS (18.04) aktualisiert, der Domaincontroller Samba4 eingeführt und OPNSense wird in Version 7 die Aufgaben der Firewall übernehmen (bisher IPFire). Weiterhin gibt es auch eines neues Webinterface auf Basis von Ajenti. Zum Testen und nur mit einem Teil der Funktionen ist dieses...

Weiterlesen Weiterlesen

Der Beitrag linuxmuster.net v7 – erster Blick auf das neue Webinterface erschien zuerst auf .:zefanjas:..

]]>
Schon seit einiger Zeit arbeiten die Entwickler an der neuen Version 7 von linuxmuster.net. Diese Version wird einige Neuerungen mit sich bringen und vielleicht eines der wichtigsten Releases in der Geschichte des Projekts sein. Ubuntu wird auf die LTS (18.04) aktualisiert, der Domaincontroller Samba4 eingeführt und OPNSense wird in Version 7 die Aufgaben der Firewall übernehmen (bisher IPFire). Weiterhin gibt es auch eines neues Webinterface auf Basis von Ajenti. Zum Testen und nur mit einem Teil der Funktionen ist dieses Webinterface auch schon in der aktuellen Version 6.2 verfügbar. Heute möchte ich einen ersten Blick auf das neue Webinterface in linuxmuster.net v7 werfen.

Installation eines linuxmuster.net v7 Testsystems

Alle nötigen Schritte für die Installation sind im Github Wiki des Projekts dokumentiert. Dort finden sich sowohl für die Firewall, den Server und neuen Dockerhost Appliances, d.h. fertige Virtualbox-Images. Für unseren Einblick in das neue Webinterface benötigen wir die Abbilder für die Firewall und den Server. Nachdem Download können wir die beiden Images in Virtualbox importieren. Der Server hat das Netz 10.0.0.0/16 voreingestellt. Seine IP ist 10.0.0.1 während die Firewall die IP 10.0.0.254 hat. Wir brauchen also noch einen weiteren Rechner, um uns das Webinterface anschauen zu können. Dazu können wir einfach eine weitere VM mit dem Betriebssystem unserer Wahl erstellen. Alles was wir brauchen, ist ein Browser im Subnet 10.0.0.0/16. Ich verwende einfach eine weitere Ubuntu-VM.

Die neue Schulkonsole aka webUI7

Setup

Nachdem wir unser Testsystem fertig eingerichtet haben, können wir unter http://10.0.0.1:8000 das neue Webinterface von linuxmuster.net erreichen. Am Anfang können wir uns nur als root Benutzer anmelden (Standardpasswort ist Muster!), da noch keine weiteren User existieren. Nach dem Anmelden erscheint der Assistent zur Ersteinrichtung des Servers. Hier legen wir die wichtigsten Daten für unseren Schulserver fest (z.B. Domainname, Adminpasswort, Mail-Server-Setup, etc).

Willkommen Webinterface Grundeinstellungen Admin Passwort Externe Dienste

Wenn das Setup abgeschlossen ist, muss der Server einmal neugestartet werden. Danach ist das linuxmuster.net Webinterface nur noch per HTTPS erreichbar (https://10.0.0.1:8000).

Verwaltung

Das neue Webinterface teil sich grob in folgende Bereiche auf:

  • Allgemeine Einstellungen
  • Benutzerverwaltung
  • Listenverwaltung
  • Gerätemanagement
  • Klassenmanagement
  • Einstellungen zu Schulen

Je nachdem, welche Rechte ein Benutzer hat, stehen nur einige dieser Bereiche in der webUI zur Verfügung. Viele der Module waren bereits in einer Vorabversion für die aktuelle Version 6.2 verfügbar. Neu ist das Klassenmanagement-Modul, womit Lehrkräfte Funktionen, wie Internetzugang, Webfilter, Dateien austeilen und einsammeln, für ihren Unterricht verwalten können.

Hier noch ein paar weitere Screenshots:

Dashboard Linbo Schüler Menü

Fazit

Noch befindet sich die LMNv7 in einem frühen Entwicklungsstadium. Viel ist passiert in den letzten Wochen und zunehmend gewinnt die neue Version der freien Schulserverlösung an Stabilität. Das gilt v.a. auch für das neue Webinterface. Ich bin gespannt auf die neue Version, da dadurch mehr möglich sein wird, als es das in der derzeitigen Version ist (Samba4, bessere Firewall, …).

 

3 Kommentare

Der Beitrag linuxmuster.net v7 – erster Blick auf das neue Webinterface erschien zuerst auf .:zefanjas:..

]]>
https://zefanjas.de/linuxmuster-net-v7-erster-blick-auf-das-neue-webinterface/feed/ 3
Teil 6: Ausleihkonditionen – Wie man Koha installiert und für Schulen einrichtet https://zefanjas.de/teil-6-ausleihkonditionen-wie-man-koha-installiert-und-fuer-schulen-einrichtet/ https://zefanjas.de/teil-6-ausleihkonditionen-wie-man-koha-installiert-und-fuer-schulen-einrichtet/#respond Sat, 06 Oct 2018 07:05:51 +0000 https://zefanjas.de/?p=2722 Bisher haben wir Koha installiert, konfiguriert und erste Medien katalogisiert. Die Barcodes sind gedruckt und kleben in den Büchern. Eigentlich wartet alles darauf, dass wir endlich die Bücher an unsere Leser ausleihen können. Ein letzter Schritt fehlt noch und um den soll es heute gehen: die Ausleihkonditionen. Damit können wir festlegen, wer welche Medien, wie lange ausleihen darf. Aber auch Gebühren, Verlängerungen und noch vieles mehr können wir in Koha festlegen, bevor die ersten Bücher die Bibliothek verlassen. Dieser Artikel...

Weiterlesen Weiterlesen

Der Beitrag Teil 6: Ausleihkonditionen – Wie man Koha installiert und für Schulen einrichtet erschien zuerst auf .:zefanjas:..

]]>
Bisher haben wir Koha installiert, konfiguriert und erste Medien katalogisiert. Die Barcodes sind gedruckt und kleben in den Büchern. Eigentlich wartet alles darauf, dass wir endlich die Bücher an unsere Leser ausleihen können. Ein letzter Schritt fehlt noch und um den soll es heute gehen: die Ausleihkonditionen. Damit können wir festlegen, wer welche Medien, wie lange ausleihen darf. Aber auch Gebühren, Verlängerungen und noch vieles mehr können wir in Koha festlegen, bevor die ersten Bücher die Bibliothek verlassen.

Dieser Artikel ist ein Teil einer Serie:

  1. Installation und Einrichtung einer ersten Bibliothek
  2. Das bibliografische Framework
  3. Grundeinstellungen
  4. Buchaufnahme
  5. Drucken von Etiketten
  6. Ausleihkonditionen
  7. Verbinden mit einem Z.39.50 / SRU Server
  8. Benachrichtigungen und Erinnerungen
  9. Mahnungen und Gebühren

Ausleihkonditionen festlegen

Neue Regel erstellen

Wir finden die Einstellungen zu den Ausleihkonditionen unter Administration → Ausleihkonditionen. Hier können wir Regeln für alle Bibliotheken oder auch nur für eine ganz bestimmte festlegen. Aktuell haben wir nur eine Bibliothek angelegt. Deshalb ist es für egal, ob wir die Regeln direkt für die Schulbibliothek festlegen oder allgemein für alle Bibliotheken.

Standardmäßig ist bereits eine Regel angelegt, die für Alle gilt.

Regel für Alle

Zuerst sollten wir diese Regel für „Alle“ an unsere Anforderungen anpassen. Danach können wir bei Bedarf noch weitere Regeln für einzelne Benutzergruppen erstellen, z.B. für Schüler oder Eltern. Wir klicken also auf Bearbeiten und können dann alle Parameter anpassen:

Ausleihkonditionen bearbeiten

Erläuterungen

  • Benutzerkategorie → Für welche Benutzerkategorie soll die Regel gelten?
  • Medientyp → Für welchen Medientyp soll die Regel gelten?
  • Anzahl gleichzeitiger Ausleihen → so viele Bücher dürfen gleichzeitig ausgeliehen werden
  • Anzahl gleichzeitiger Vor-Ort-Ausleihen → hier geht es um Medien, die nur innerhalb der Bibliothek ausgeliehen werden können.
  • Leihfrist → Wie lange darf ein Medium ausgeliehen werden?
  • Einheit → Tage oder Stunden, i.d.R. Tage
  • Endgültiges Fälligkeitsdatum → macht z.B. für eine Lehrmittelbibliothek Sinn. Hier können wir dann das Datum des Schuljahresende als festes Fälligkeitsdatum eingeben. Sonst leer lassen.
  • Mahngebühr → Hier wird die Höhe der Mahngebühren für unsere Einheit festgelegt (d.h. in unserem Fall Mahngebühren pro Tag).
  • Intervall für Gebühren → In welchen Abständen sollen die Gebühren berechnet werden? „1“ bedeutet z.B. jeden Tag, „5“ alle fünf Tage.
  • Wann berechnen → Intervallende bedeutet, dass die Gebühren am Ende am des Intervalls berechnet werden. Habe ich z.B. „1“ bei Intervall eingegeben, werden die Gebühren nach dem 1. überfälligen Tag berechnet. Wenn ich jedoch Intervallanfang auswähle, werden Gebühren für jedes angefangene Intervall fällig.
  • Gnadenfrist für Gebühr → Für wie viele Tage / Stunden nach dem Fälligkeitsdatum soll keine Gebühr berechnet werden? „2“ bedeutet z.B. dass man das Buch bis 2 Tage nach Fälligkeit abgegeben kann, ohne dass man eine Gebühr bezahlen muss. Dies hängt aber auch davon ab, welche Einstellung man für den Systemparameter FinesIncludeGracePeriod gewählt hat.
  • Maximale Mahngebühr → Wie hoch sollen die maximalen Gebühren / Medium sein?
  • Maximale Mahngebühr = Buchersatzpreis → die maximale Gebühr soll den Buchersatzpreis nicht überschreiten
  • Sperrung (in Tagen) → Alternative „Gebühr“, wenn man Benutzer sperren will, falls sie überfällige Medien haben
  • Maximale Sperrung (in Tagen) → maximale Sperrung (geht nur bei Einheit „Tage“, nicht „Stunden“)
  • Berechnungsintervall für Sperren → siehe „Intervall für Gebühren“
  • Erlaubte Verlängerungen (Anzahl) → Wie oft darf ein Benutzer sein Buch verlängern?
  • Verlängerungszeitraum → Für wie viele Tage / Stunden wird bei einer Verlängerung verlängert?
  • Weitere Verlängerung nicht möglich vor → Hier können wir festlegen, ab wie vielen Tagen / Stunden vor dem Fälligkeitsdatum eine Verlängerung möglich ist. Bleibt das Feld leer, kann man jederzeit verlängern.
  • Automatische Verlängerung → Hier können wir entscheiden, ob Medien automatisch verlängert werden sollen.
  • Keine automatische Verlängerung nach → Nach wie vielen Tagen soll keine automatische Verlängerung mehr erfolgen?
  • Keine automatische Verlängerung nach (hartes Datum) → Wie oben, nur das wir hier ein fixes Datum eingeben können.
  • Erlaubte Vormerkungen (Anzahl) → Wie viele Vormerkungen sind erlaubt?
  • Erlaubte Vormerkungen pro Titel (Anzahl) → Wie viele Vormerkungen sollen pro Titel erlaubt sein?
  • Vormerkung verfügbarer Titel → Verschiedene Einstellungen, ob und wie verfügbare Titel vorgemerkt werden können
  • Exemplarvormerkungen → siehe oben, verschiedene Einstellungen zu Exemplarvormerkungen.
  • Artikelbestellungen → verschiedene Einstellungen, ob und wie Artikel bestellt werden können.
  • Rabatt auf Leihgebühr (%) → Falls Leihgebühren auf bestimmte Medien erhoben werden, kann man hier einen Rabatt festlegen.

Nachdem wir alles nach unseren Wünschen eingestellt haben, klicken wir auch Speichern.

Weitere Einstellungen

Weiter unten können wir optional noch weitere Einstellungen vornehmen, z.B. wie vielen Medien pro Benutzerkategorie ausgeliehen werden darf (falls es noch nicht oben bei den Ausleihkonditionen geschehen ist).

weitere Einstellungen

Schließtage

Für die Berechnung der Fälligkeitstage ist es wichtig, dass Koha weiß, wann unsere Bibliothek geschlossen hat, weil z.B. Ferien sind oder einfach nur Wochenende. Dazu öffnen wir unter Mehr → Werkzeuge → Kalender den Kalender und geben dort alle Tage ein, an denen die Schulbibliothek geschlossen hat.

Wenn wir z.B. Wochenenden als Schließtage definieren wollen, klicken wir auf einen Samstag und wählen dann Schließtag, der sich jede Woche an diesem Tag wiederholt. Das müssen wir dann auch noch für den Sonntag machen.

Schließtage definieren

Für Ferien können wir auch einen Schließzeitraum wählen und oben den Beginn und das Ende der Ferien eingeben.

Als letztes müssen wir noch festlegen, ob Koha Schließtage bei der Berechnung von Fälligkeitsterminen berücksichtigen soll oder nicht. Das geht über den Systemparameter useDaysMode. Wenn wir Schließtage ausschließen wollen (was in einer Schulbibliothek aufgrund der Ferien viel Sinn macht), wählen wir an dieser Stelle des Kalenders und verlege das Rückgabedatum ggf. auf den nächsten Öffnungstag.

Fazit

Wir haben jetzt alles eingestellt, um unsere Bücher und andere Medien an unsere Benutzer auszuleihen. Fälligkeiten werden korrekt unter Berücksichtigung der Schließtage berechnet. Alle weiteren Teile dieser Serie sind optional, aber erleichtern die Arbeit mit Koha teilweise enorm. Die Gebühren haben wir z.B. in den Ausleihkonditionen bereits festgelegt, aber sie werde noch nicht berechnet. Dazu sind noch weitere Schritte nötig, die ich in einem späteren Artikel beschreiben werde.

Kommentar hinzufügen

Der Beitrag Teil 6: Ausleihkonditionen – Wie man Koha installiert und für Schulen einrichtet erschien zuerst auf .:zefanjas:..

]]>
https://zefanjas.de/teil-6-ausleihkonditionen-wie-man-koha-installiert-und-fuer-schulen-einrichtet/feed/ 0
Teil 5: Etikettendruck – Wie man Koha installiert und für Schulen einrichtet https://zefanjas.de/teil-5-etikettendruck-wie-man-koha-installiert-und-fuer-schulen-einrichtet/ https://zefanjas.de/teil-5-etikettendruck-wie-man-koha-installiert-und-fuer-schulen-einrichtet/#respond Sat, 22 Sep 2018 05:19:28 +0000 https://zefanjas.de/?p=2695 Koha ist eines der besten Open Source Projekte, die ich kenne. Es ist eine sehr flexible Lösung, die etwas Zeit braucht, bis man sich darin zurechtfindet. Einen Großteil der Punkte haben wir aber bereits abgearbeitet, v.a. die Installation (Teil 1) und das bibliografische Framework (Teil 2). Im letzten Teil haben wir einige Bücher aufgenommen. Bevor wir jedoch anfangen können, Bücher oder andere Medien auszuleihen, braucht jedes Buch einen Barcode. Weiterhin müssen wir Regeln für die Ausleihe festlegen. Heute geht es...

Weiterlesen Weiterlesen

Der Beitrag Teil 5: Etikettendruck – Wie man Koha installiert und für Schulen einrichtet erschien zuerst auf .:zefanjas:..

]]>

Koha ist eines der besten Open Source Projekte, die ich kenne. Es ist eine sehr flexible Lösung, die etwas Zeit braucht, bis man sich darin zurechtfindet. Einen Großteil der Punkte haben wir aber bereits abgearbeitet, v.a. die Installation (Teil 1) und das bibliografische Framework (Teil 2). Im letzten Teil haben wir einige Bücher aufgenommen. Bevor wir jedoch anfangen können, Bücher oder andere Medien auszuleihen, braucht jedes Buch einen Barcode. Weiterhin müssen wir Regeln für die Ausleihe festlegen. Heute geht es um den Etikettendruck.

Dieser Artikel ist ein Teil einer Serie:

  1. Installation und Einrichtung einer ersten Bibliothek
  2. Das bibliografische Framework
  3. Grundeinstellungen
  4. Buchaufnahme
  5. Drucken von Etiketten
  6. Ausleihkonditionen
  7. Verbinden mit einem Z.39.50 / SRU Server
  8. Benachrichtigungen und Erinnerungen
  9. Mahnungen und Gebühren

Etikettendruck vorbereiten

Für die Barcodes in unserer Bibliothek verwenden wir einfache Klebeetiketten. Als Beispiel nehmen wir einen A4-Bogen mit 27 Etiketten der Größe 55x30mm. Darauf wollen wir unseren Barcode drucken, sowie den Titel und die ISBN des Buches. Für den Etikettendruck müssen wir zwei Dinge erstellen:

  1. ein Layout für das Aussehen des Etiketts, d.h. welche Informationen sollen auf das Etikett gedruckt werden?
  2. ein Template des Etikettenbogens, d.h. wie viele Etiketten sind auf einem Blatt? Welche Größe hat das Etikett? Wie ist der Abstand?

Layout erstellen

Wir erstellen zuerst ein Layout für unser Etikett mit allen Informationen, die wir später neben dem Barcode haben wollen. Dazu gehen wir zu Werkzeuge → Etikettendruck und erstellen mit Neu → Layout eine neue Vorlage.

Nun müssen wir verschiedene Angaben machen:

  • Layoutname → kann frei gewählt werden
  • Barcodetyp → EAN13
  • Layout-Typ → Titel/Barcode (d.h. erst wird der Titel und dann der Barcode gedruckt
  • Bibliographische Daten → Hier wählen wir Listenfelder (d.h. wir können die Marc21-Tags direkt eingeben
  • Datenfelder → 245a, 245b, isbn, issn (Ich hatte anfangs Probleme das Layout so hinzubekommen wie ich es wollte, mit den Datenfeldern und den Marc21-Tags hatte es dann geklappt)
  • Weiter unten können dann noch Angaben zur Schriftgröße und Art gemacht werden (hier muss man etwas experimentieren, wie man es haben will).

Am Ende klicken wir auf Speichern.

Template erstellen

Nachdem wir nun unser Layout für das Etikett erstellt haben, müssen wir Koha noch mitteilen, wie unser Etikettbogen aussieht. Dazu erstellen wir ein neues Template mit Neu → Template.

In der Eingabemaske sind folgende Angaben notwendig:

  • Template-Code und -beschreibung → kann frei gewählt werden
  • Einheiten → mm oder cm, je nachdem, wie man die Maße angeben will (ich habe mm genommen in unserem Beispiel)
  • Seitenhöhe und -breite → Höhe und Breite des Etikettbogens (bei uns A4)
  • Etikettenbreite und -höhe → Größe des Etiketts
  • Oberer Seitenrand → Abstand von oben bis zum Rand des ersten Etiketts
  • Linker Seitenrand → Abstand vom linken Seitenrand bis zum Rand des ersten Etiketts
  • Oberer und Linker Textrand → Abstand des Textes vom Rand des Etiketts
  • Anzahl Spalten und Reihen → Wie viele Reihen und Spalten hat der Bogen (bei 3×9 = 27 Etiketten)
  • Abstand zwischen Spalten → Abstand zwischen den Etiketten (rechts / links)
  • Abstand zwischen den Zeilen → Abstand zwischen den Etiketten (oben/unten)

Am Ende wieder auf Speichern. Statt einem Komma muss ein Punkt verwendet werden, falls man Maße mit Stellen nach dem Komma hat.

Barcodes drucken

Nun haben wir alles vorbereitet und können unsere Barcodes der bereits aufgenommenen Medien ausdrucken. Dazu erstellen wir einen neuen Etiketten-Batch mit Neu → Etiketten-Batch.

Es öffnet sich ein neues Eingabefeld über das wir unsere Barcodes eingeben können. Solange das Eingabefeld leer ist und wir unten auf Exemplare hinzufügen klicken, öffnet sich ein neues Fenster, indem wir einfach die Barcodes unserer Medien suchen können.

Man kann einen Zeitraum angeben, indem man nach aufgenommenen Exemplaren suchen möchte. Nach einem Klick auf Suche bekommt man die Ergebnisse präsentiert:

Da wir alle aufgenommen Exemplare hinzufügen wollen, wählen wir oben Alles auswählen, dann Markierte hinzufügen und zum Schluss Fertig. Nun sind alle unsere Exemplare im Eingabefeld und wir können sie mit Exemplare hinzufügen zu unserem Etiketten-Batch hinzufügen.

Nun können wir mit Gesamten Batch exportieren alle Etiketten in unserem Batch drucken. Es öffnet sich ein Popup. Dort wählen wir unser Etiketten-Layout und das Template aus. Zusätzlich können wir noch angeben, bei welchem Etikett auf dem Bogen der Ausdruck später starten soll. Das ist besonders praktisch, wenn man angefangene Bogen hat.

Abschließend auf Export klicken und wir können anschließend die Druckvorlage als PDF herunterladen.

Fertig sind unsere Barcodes 🙂 Wir können sie nun ausdrucken. Beim Drucken müssen wir darauf achten, dass keine Seitenskalierung oder automatisch auf den Druckbereich verkleinert wird, da sonst du Maße nicht mehr stimmen. Unter Ubuntu sieht das z.B. so aus:

Titel und ISBN helfen uns später das Etikett in das richtige Buch zu kleben.

Fazit

Koha’s Werkzeug zum Etikettendruck ist sehr flexibel einstellbar. Haben wir erstmal unser Layout und Template erstellt, stellt der spätere Druck der Etiketten keine Hürde mehr dar. Ich empfehle auf jeden Fall einige Probedrucke auf normalen Papier, um die Abstände und das Layout der Etiketten zu überprüfen. Im nächsten Teil geht es weiter mit den Ausleihkonditionen.

Kommentar hinzufügen

Der Beitrag Teil 5: Etikettendruck – Wie man Koha installiert und für Schulen einrichtet erschien zuerst auf .:zefanjas:..

]]>
https://zefanjas.de/teil-5-etikettendruck-wie-man-koha-installiert-und-fuer-schulen-einrichtet/feed/ 0
Teil 4: Katalogisierung – Wie man Koha installiert und für Schulen einrichtet https://zefanjas.de/teil-4-katalogisierung-wie-man-koha-installiert-und-fuer-schulen-einrichtet/ https://zefanjas.de/teil-4-katalogisierung-wie-man-koha-installiert-und-fuer-schulen-einrichtet/#respond Wed, 05 Sep 2018 22:00:55 +0000 https://zefanjas.de/?p=2673 Nach einer etwas zu lang geratenen Pause geht es heute weiter in der Serie „Wie man Koha installiert und für Schulen einrichtet“. Nachdem das System installiert, das bibliographische Framework eingerichtet und grundlegende Einstellungen vorgenommen sind, werden wir uns in diesem Artikel mit der Aufnahme von Büchern in Koha bzw. der Katalogisierung beschäftigen. Dieser Artikel ist ein Teil einer Serie: Installation und Einrichtung einer ersten Bibliothek Das bibliografische Framework Grundeinstellungen Buchaufnahme Drucken von Etiketten Ausleihkonditionen Verbinden mit einem Z.39.50 / SRU...

Weiterlesen Weiterlesen

Der Beitrag Teil 4: Katalogisierung – Wie man Koha installiert und für Schulen einrichtet erschien zuerst auf .:zefanjas:..

]]>

Nach einer etwas zu lang geratenen Pause geht es heute weiter in der Serie „Wie man Koha installiert und für Schulen einrichtet“. Nachdem das System installiert, das bibliographische Framework eingerichtet und grundlegende Einstellungen vorgenommen sind, werden wir uns in diesem Artikel mit der Aufnahme von Büchern in Koha bzw. der Katalogisierung beschäftigen.

Dieser Artikel ist ein Teil einer Serie:

  1. Installation und Einrichtung einer ersten Bibliothek
  2. Das bibliografische Framework
  3. Grundeinstellungen
  4. Buchaufnahme
  5. Drucken von Etiketten
  6. Ausleihkonditionen
  7. Verbinden mit einem Z.39.50 / SRU Server
  8. Benachrichtigungen und Erinnerungen
  9. Mahnungen und Gebühren

Buchaufnahme

Ein Buch können wir über den Punkt Katalogisierung → Neuer Titel → Schnellaufnahme aufnehmen.

Buchaufnahme

Es erscheint eine Eingabemaske, in der wir alle wichtigen Daten zu unserem Buch eingeben können. Als Beispiel habe ich hier das Buch „Irgendwie anders“ ausgewählt.

Eingabemaske Katalogisierung

Mit einem Klick auf „Speichern“ am oberen Bildschirmrand kommen wir zur nächsten Eingabemaske.

Exemplar hinzufügen

Wir haben bisher den Titel aufgenommen. Jetzt können wir zu diesem Titel Exemplare hinzufügen. In einer Schulbibliothek ist das in der Regel ein Exemplar. Manchmal existieren aber auch mehrere Exemplare eines Titels (v.a. wenn man auch Schulbücher mit in das System aufnimmt).

Exemplar hinzufügen

Die wichtigsten Felder sind die Sammlung, der Aufstellungsort, die Signatur und der Barcode. Die anderen Felder können zusätzlich ausgefüllt werden. Der Barcode sollte automatisch generiert werden, wenn man in das Feld klickt und die Systemeinstellung „autoBarcode“ aktiviert hat (siehe Teil 3 dieser Serie). Unter Sammlung erscheinen alle Werte, die wir ebenfalls in Teil 3 unter „Normierten Werten → CCODE“ eingerichtet haben. Ebenso der Aufstellungsort (Normierte Werte → LOC).

Signaturen und Systematik

Je nach Größe der Bibliothek ist es sinnvoll eine Systematik einzuführen. Eine Systematik beschreibt, wie man die Bücher gruppieren und innerhalb der Bibliothek ordnen möchte. Es gibt dafür verschiedene Systeme und generell ist es sinnvoll eine Systematik zu haben, die sich an der Stadtbibliothek oder einer anderen Bibliothek in der Nähe orientiert. So finden sich die Kinder schnell zurecht und lernen, wie man sich einer Bibliothek orientiert.

In Deutschland gibt es verschiedene Empfehlungen, die sich in ihrer Komplexität unterscheiden. Generell sollte die Systematik so einfach wie möglich sein, um eine schnelle Orientierung zu ermöglichen. Hier ein Beispiel von unserer Schulbibliothek (es fehlt die Erwachsenenliteratur):

Jede Kategorie hat also seine Farbe und ihre Abkürzung, die wir für die Signatur verwenden können.

Auch für Signaturen gibt es verschiedene Systeme und Möglichkeiten. Wir haben uns entschieden die Abkürzung aus der Systematik mit den ersten drei Buchstaben des Autors zu verbinden. In unserem Fall also „1.4 Cav“, d.h. „1.4“ für Bilderbücher ab 3 Jahren und „Cav“ für die ersten drei Buchstaben des Nachnamens der Autorin. Man kann aber auch fortlaufend Nummern vergeben.

Mit einem Klick auf „Exemplar hinzufügen“ wird das Exemplar in Koha gespeichert.

Detailansicht Titel

Fazit

Wir haben nun unseren ersten Titel in das System aufgenommen. Nach dem gleichen Muster können nun weitere Bücher oder auch andere Medien in Koha aufgenommen werden. Im nächsten Teil wird es um den Druck von Etiketten (mit Barcode) und Signaturschildern gehen.

Kommentar hinzufügen

Der Beitrag Teil 4: Katalogisierung – Wie man Koha installiert und für Schulen einrichtet erschien zuerst auf .:zefanjas:..

]]>
https://zefanjas.de/teil-4-katalogisierung-wie-man-koha-installiert-und-fuer-schulen-einrichtet/feed/ 0
Was gibt es neues von linuxmuster.net v7? https://zefanjas.de/was-gibt-es-neues-von-linuxmuster-net-v7/ https://zefanjas.de/was-gibt-es-neues-von-linuxmuster-net-v7/#respond Sat, 18 Aug 2018 03:29:34 +0000 https://zefanjas.de/?p=2667 Seit dem letzten Arbeitstreffen der Entwickler Anfang Mai gab es auf der Website des linuxmuster.net Projekts keine Neuigkeiten. Der Plan war, dass es im Mai eine Alpha-Version geben sollte und im Juli eine Beta-Version. Was ist der aktuelle Stand rund um die neue linuxmuster.net v7? Auch wenn man von offizieller Seite kaum etwas Neues hört, so sind die Entwickler fleißig dabei Version 7 der freien Schulserverlösung vorwärts zu bringen. Die neue Version ist quasi eine Neuentwicklung, da sich sehr viele...

Weiterlesen Weiterlesen

Der Beitrag Was gibt es neues von linuxmuster.net v7? erschien zuerst auf .:zefanjas:..

]]>

Seit dem letzten Arbeitstreffen der Entwickler Anfang Mai gab es auf der Website des linuxmuster.net Projekts keine Neuigkeiten. Der Plan war, dass es im Mai eine Alpha-Version geben sollte und im Juli eine Beta-Version. Was ist der aktuelle Stand rund um die neue linuxmuster.net v7?

Auch wenn man von offizieller Seite kaum etwas Neues hört, so sind die Entwickler fleißig dabei Version 7 der freien Schulserverlösung vorwärts zu bringen. Die neue Version ist quasi eine Neuentwicklung, da sich sehr viele Komponenten ändern. Der Wechsel von Samba3 auf Samba4, eine neue Firewall und eine neue Schulkonsole. Einzig Linbo, der Bootmanager bzw. Imageverwaltung bleibt aus der aktuellen Version erhalten.

Die neue Schulkonsole
Die neue Schulkonsole

Wer interessiert ist, kann sich mit wenigen Schritten eine Testumgebung aufsetzen. Alle benötigten Dateien und Infos befinden sich im Wiki des entsprechenden Github-Repository.Ich vermute, dass der ursprüngliche Release-Plan nicht eingehalten werden kann. In der linuxmuster.net Community galt bereits in der Vergangenheit der Grundsatz: „Es ist fertig, wenn es fertig ist“. Letztendlich ist es wichtiger eine stabile Version zu haben (gerade wegen der ganzen Wechsel), anstatt eine unfertige Version vorzeitig zu veröffentlichen.

An unserer Schule verwenden wir seit ca. 2 Jahren die freie Schulserverlösung und sind bisher zufrieden damit. Im Bereich Schule ist dieses Projekt eine tolle Alternative zu anderen (oft teuren) Musterlösungen für einen Schulserver.

Kommentar hinzufügen

Der Beitrag Was gibt es neues von linuxmuster.net v7? erschien zuerst auf .:zefanjas:..

]]>
https://zefanjas.de/was-gibt-es-neues-von-linuxmuster-net-v7/feed/ 0