linuxmuster.net v7 – erster Blick auf das neue Webinterface

linuxmuster.net v7 – erster Blick auf das neue Webinterface

Schon seit einiger Zeit arbeiten die Entwickler an der neuen Version 7 von linuxmuster.net. Diese Version wird einige Neuerungen mit sich bringen und vielleicht eines der wichtigsten Releases in der Geschichte des Projekts sein. Ubuntu wird auf die LTS (18.04) aktualisiert, der Domaincontroller Samba4 eingeführt und OPNSense wird in Version 7 die Aufgaben der Firewall übernehmen (bisher IPFire). Weiterhin gibt es auch eines neues Webinterface auf Basis von Ajenti. Zum Testen und nur mit einem Teil der Funktionen ist dieses Webinterface auch schon in der aktuellen Version 6.2 verfügbar. Heute möchte ich einen ersten Blick auf das neue Webinterface in linuxmuster.net v7 werfen.

Installation eines linuxmuster.net v7 Testsystems

Alle nötigen Schritte für die Installation sind im Github Wiki des Projekts dokumentiert. Dort finden sich sowohl für die Firewall, den Server und neuen Dockerhost Appliances, d.h. fertige Virtualbox-Images. Für unseren Einblick in das neue Webinterface benötigen wir die Abbilder für die Firewall und den Server. Nachdem Download können wir die beiden Images in Virtualbox importieren. Der Server hat das Netz 10.0.0.0/16 voreingestellt. Seine IP ist 10.0.0.1 während die Firewall die IP 10.0.0.254 hat. Wir brauchen also noch einen weiteren Rechner, um uns das Webinterface anschauen zu können. Dazu können wir einfach eine weitere VM mit dem Betriebssystem unserer Wahl erstellen. Alles was wir brauchen, ist ein Browser im Subnet 10.0.0.0/16. Ich verwende einfach eine weitere Ubuntu-VM.

Die neue Schulkonsole aka webUI7

Setup

Nachdem wir unser Testsystem fertig eingerichtet haben, können wir unter http://10.0.0.1:8000 das neue Webinterface von linuxmuster.net erreichen. Am Anfang können wir uns nur als root Benutzer anmelden (Standardpasswort ist Muster!), da noch keine weiteren User existieren. Nach dem Anmelden erscheint der Assistent zur Ersteinrichtung des Servers. Hier legen wir die wichtigsten Daten für unseren Schulserver fest (z.B. Domainname, Adminpasswort, Mail-Server-Setup, etc).

Wenn das Setup abgeschlossen ist, muss der Server einmal neugestartet werden. Danach ist das linuxmuster.net Webinterface nur noch per HTTPS erreichbar (https://10.0.0.1:8000).

Verwaltung

Das neue Webinterface teil sich grob in folgende Bereiche auf:

  • Allgemeine Einstellungen
  • Benutzerverwaltung
  • Listenverwaltung
  • Gerätemanagement
  • Klassenmanagement
  • Einstellungen zu Schulen

Je nachdem, welche Rechte ein Benutzer hat, stehen nur einige dieser Bereiche in der webUI zur Verfügung. Viele der Module waren bereits in einer Vorabversion für die aktuelle Version 6.2 verfügbar. Neu ist das Klassenmanagement-Modul, womit Lehrkräfte Funktionen, wie Internetzugang, Webfilter, Dateien austeilen und einsammeln, für ihren Unterricht verwalten können.

Hier noch ein paar weitere Screenshots:

Fazit

Noch befindet sich die LMNv7 in einem frühen Entwicklungsstadium. Viel ist passiert in den letzten Wochen und zunehmend gewinnt die neue Version der freien Schulserverlösung an Stabilität. Das gilt v.a. auch für das neue Webinterface. Ich bin gespannt auf die neue Version, da dadurch mehr möglich sein wird, als es das in der derzeitigen Version ist (Samba4, bessere Firewall, …).

 

3 Gedanken zu „linuxmuster.net v7 – erster Blick auf das neue Webinterface

  1. Linuxmuster.net ist eine freie Schulserverlösung mit der sich Rechner und Schüler in einem Schulnetzwerk leicht verwalten und administrieren lassen.

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