OpenBoard – App des Monats

OpenBoard – App des Monats

In unserer Schule haben wir einige wenige interaktive Whiteboards, die wir natürlich auch gern unter Ubuntu verwenden wollen. Als Software verwenden wir OpenBoard. Vor einiger Zeit hatte ich bereits einen Artikel zur Einrichtung und Integration von OpenBoard in unsere Schulserverlösung linuxmuster.net geschrieben. Die Software hat seitdem einige Updates erfahren. Für mich ist OpenBoard eine weitere unerlässliche Software für den Einsatz in der Schule. OpenBoard kann auch gut verwendet werden, wenn man keine interaktiven Whiteboards hat.

Installation von OpenBoard

OpenBoard kann man direkt von der Website herunterladen und installieren. Leider gibt es derzeit nur eine Version für Ubuntu 16.04 und noch nicht für 18.04. Nach dem Download kann man OpenBoard wie folgt installieren:

Features

Einfach zu benutzen

OpenBoard bietet eine übersichtliche Oberfläche, in der man sich schnell zurechtfindet. Am unteren Bildschirmrand findet man die verschiedenen Werkzeuge, wie z.B. Stift, Textmarker, Laserpointer etc. Am oberen Rand kann man die Farbe, die Linienstärke einstellen oder auch fortgeschrittene Einstellungen zu den Seiten und dem Seitenhintergrund vornehmen. Auf der rechten Seite kann man sich bei Bedarf die Bibliothek (Bilder, Sounds, Videos, …) einblenden lassen.

OpenBoard Oberfläche

Mini-Anwendungen

OpenBoard stellt einige Mini-Anwendungen bereit, die teilweise sehr praktisch sind. Es gibt Widgets für Uhren, Countdowns, OpenStreetMap, Google Maps, Taschenrechner, Lineale usw. Zusätzlich stehen auch noch kleine interaktive Anwendungen wie Würfel, Magic Box etc. bereit. Diese lassen sich jeweils einzeln konfigurieren und so gut in den eigenen Unterricht integrieren.

OpenBoard Widgets

Podcast / Screencast Modus

Seit Version 1.4 gibt es den Podcast bzw. Screencast Modus auch in der Linux-Version. Damit kann man seinen Unterricht bzw. Präsentation aufnehmen (mit und ohne Ton). Wenn man möchte, kann OpenBoard dieses Video dann direkt auf Youtube oder im eigenen Netz veröffentlichen. Dieses Feature ist sicher für einige interessant, denn es bietet ganz neue Möglichkeiten eine Unterrichtsstunde oder Ausschnitte anderen Personen zur Verfügung zu stellen.

Weitere Features

  • Unterschiedliche Hintergründe für Seiten einstellbar (z.B. Kästchen oder Linien)
  • Videos, Audio-Dateien können eingebunden werden
  • Integrierte Webbildersuche
  • Dokumenten-Management, um die einzelnen Seiten und Dokumente zu organisieren

Fazit

Wer einen Bildschirm, einen Beamer oder sogar ein interaktives Whiteboard in seinem Klassenzimmer hat, bekommt mit OpenBoard eine tolle Software an die Hand, die einfach zu verwenden ist. Sie bietet viele Erweiterungen und Gestaltungsmöglichkeiten an, sodass der Kreativität nur wenig Grenzen gesetzt sind.

Titelbild © openboard.ch

2 Gedanken zu „OpenBoard – App des Monats

  1. Habe versucht, das Programm unter Ubuntu 18.4 und Debian 9 zu installieren, das ging nicht wegen einer fehlenden ffmpg-Bibliothek. Nur ein älters Appimage (1.3.6) liess sich in beiden Fällen zum laufen bringen.

  2. Hallo,
    ich hatte Openboard vor ein paar Jahren ausführlich getestet. Damals gab es folgende Probleme:
    – bei Verwendung eines drucksensitiven Grafiktablets stürzte das Programm öfters mal ab
    – bei längeren Dokumenten wurde das Programm sehr träge

    Sind diese Probleme mittlerweile gelöst?

    Ich verwende für meine Tafelbilder das simple Programm „Xournal“. Das kann lange nicht so viel wie Openboard, aber ich bin sowieso ein Freund der „kleinen Tools“. Für Screencast o.ä. gibt es ja noch Software, die man zusätzlich nehmen kann.

    Wer also Probleme mit Openboard hat, kann Xournal ja mal ausprobieren!

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