LaTeX: Tabellen (I)

LaTeX: Tabellen (I)

Wie schon letztens geschrieben, beschäftige ich mich im Rahmen meiner Examensarbeit näher mit LaTeX. Eine Sache hat mir dabei besonders viel Einarbeitungszeit abgerungen: Tabellen. Deswegen möchte ich die Sachen, auf die ich so gestoßen bin, mal in mehreren Teilen festhalten.

Eine Tabelle kann ja erstmal folgendermaßen aufgebaut sein:

Und das Ergebnis:

tabelle1

Linien

Für Tabellen gelten ein paar typographische Regeln:

  • Keine vertikalen Linien setzen,
  • Keine Doppellinien setzen.

Nun gibt es verschiedene Möglichkeiten eine Tabelle schöner zu gestalten. Dafür eignet sich z.B. das Paket booktabs. Mit

bindet man es ein.

Mit \toprule, \midrule und \bottomrule hat man Linien verschiedener Stärke zur Verfügung. Ergänzt man das obige Beispiel mit diesen Linien zieht es folgendermaßen aus:

Ergebnis:
tabelle2

Mit \cmidrule kann man die Tabelle noch übersichtlicher gestalten. Unsere Tabelle sieht nun so aus:

Ergebnis:
tabelle3

\cmidrule(r){1-1} bedeutet, dass eine Linie von der ersten Spalte zur ersten Spalte gezogen wird. Das (r) bewirkt, dass auf der rechten Seite der Spalte ein Freiraum gelassen wird. (lr) heißt also dann, dass sowohl links und rechts Platz gelassen wird. Würde man die den Parameter in den „normalen Klammern ()“ weglassen, hätte man eine normale durchgezogene Linie, also das gleiche Ergebnis wie mit \midrule.

Wer sich noch näher mit der Formatierung von Tabellen beschäftigen will, dem sei diese PDF empfohlen.

6 Gedanken zu „LaTeX: Tabellen (I)

  1. Das eine Tabelle »grundsätzlich« in einer table-Umgebung steht, würde ich nicht so unterschreiben. Das gilt wohl nur dann, wenn man sie als Gleitobjekt haben möchte, was oft aber wohl nicht immer zutreffend ist.

  2. Ja…hast recht. Ich habs mal geändert. Eine table-Umgebung ist glaube ich auch noch wichtig, wenn man mit \caption und \label arbeiten will.

  3. Ja. Das Gleitobjekt table hat aber halt mit der Tabelle nicht richtig viel zu tun, sondern ist mehr ein Container, der eine Beschriftung bekommen kann, in ein Verzeichnis dieser Gleitobjekte aufgenommen werden kann und das ganze auch leisten würde, wenn gar keine wirkliche Tabelle drin steht. Und für die wirkliche Tabelle gibt es ja noch mehr Möglichkeiten als tabular. Im LaTeX-Wegweiser von Detig gibt es eine schöne Übersicht, was man wann gerne nimmt.

  4. Danke für den Link. Darauf bin ich auch schon gestoßen. LaTeX ist eine ziemlich umfangreiche Sache und ich merke, es gibt noch viel zu lernen 😉

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